Eishockey: Trainer Krinner gastiert morgen mit Wolfsburg bei den Kassel Huskies

Zwischen zwei Teams

Toni Krinner

wolfsburg. Am vorletzten Dienstag war er mal wieder in Kassel. Toni Krinner (41) versieht seinen Job mit Akribie. „Nächste Woche spielen wir doch hier“, meinte der Trainer des EHC Wolfsburg am Rande der Huskies-Partie gegen Mannheim. Da geziemt es sich, einen der kommenden Gegner zu beobachten. Die Wolfsburger gastieren nämlich am Donnerstag in der Kasseler Eissporthalle (19.30 Uhr).

Noch-Trainer muss man besser sagen, denn zum Saisonende wird Krinner, der 1997 mit den Nordhessen Vizemeister wurde, die Grizzlys verlassen.

Bekanntlich in Richtung Hannover, wo er Hans Zach, seinen Fast-Nachbarn aus seiner Heimat Bad Tölz, beerbt.

Gut vier Jahre ist Krinner inzwischen für die Wolfsburger tätig – und hat gute Arbeit abgeliefert. Darin sind sich alle EHC-Verantwortlichen einig. Mit den Grizzlys hat er den Wiederaufstieg geschafft, nachdem dem Klub die Lizenz wegen der einst maroden Halle verwehrt worden war.

Am erfolgreichsten war Krinner im vergangenen Frühjahr. Den 24. Februar 2009 wird in Eishockey-Wolfsburg niemand mehr vergessen: Da holte sich der EHC mit einem 5:3 gegen Hannover den DEL-Pokal und damit den nationalen Titel überhaupt ausgerechnet gegen – Hannover. Das Zach-Krinner-Duell, Teil eins. Zudem zog Wolfsburg erstmals in die Pre-Playoffs ein, servierte Augsburg ab und traf im Viertelfinale auf – Hannover. Diesmal hatte der Altmeister gegen den Eleven in sechs harten Spielen die Nase vorn. Das Zach-Krinner-Duell, Teil zwei.

Nicht ausgeschlossen, dass es auch noch den dritten Teil geben wird – wenn Wolfsburg und Hannover in den bevorstehenden Playoffs wieder aufeinandertreffen würden. Aktuell hat Krinner kein Problem damit, der „Noch-Grizzlys-“ und „Bald-Scorpions-Coach“ zu sein. „Ich konzentriere mich voll auf Wolfsburg“, sagt er offiziell. Was er in seiner Freizeit mache, sei etwas anderes. Und Kassel? „Sehr gefährlich zuhause, speziell in Überzahl. Sie haben viele glatte Dreier geschafft“, weiß Krinner. „Wir müssen unsere Stärken ausspielen: Tempo und Aggressivität.“

Verlassen kann er sich auf seine Offensive: Nur zwei DEL-Teams (Berlin, Augsburg) haben mehr zweistellige Torschützen als der EHC.

Herausragend: Ken Magowan (21 Tore, schon letzte Serie DEL-Schützenkönig) und Glücksgriff John Laliberte (19). Doch auch Milley, Hospelt, Green, Furchner und Morczinietz trafen zweistellig.

„Wir sind nicht von ein, zwei Leuten abhängig“, sagt Krinner. Dass er um einen guten Abschied vom EHC bemüht ist, versteht sich von selbst. (gsd) Foto: Roth/nh

Von Helmut Anschütz

Quelle: HNA

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