Erster Teil der Schanzenpräparation am Mühlenkopf abgeschlossen

Schnee schaufeln im Sonnenschein

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Das Präparieren der 107 Meter langen Anlaufspur der Mühlenkopfschanze stand am Wochenende auf dem Programm der Willinger Helfer. Unter anderem wurde das Kühlsystem verlegt.

Willingen. Strahlender Sonnenschein, frühlingshafte Temperaturen und in der Wochen Skisprung-Weltcup. „Wir stellen uns dieser neuen Herausforderung“, sagt Michael Groß. Zusammen mit seinem Team hat er bereits am Wochenende den Anlauf der Mühlenkopfschanze mit Kunstschnee belegt.

Zwei Dutzend eifrige Helfer schaufeln zunächst den in der Eislaufhalle abgeschabten Kunstschnee zehn Zentimeter dick auf den Anlauf. Darauf werden die Matten mit den Kühlschleifen gelegt, verbunden und mit Glykol befüllt. „Die Anlage muss einmal durchgespült und entlüftet werden“, erklärt Groß, „damit wir sehen, ob das System funktioniert“. 

Gleich zwei Isolier-Folien Nach erfolgreicher Dichtheitsprüfung kommen weiteren 20 Zentimeter Schnee-(eis) obendrauf. Das Glykol muss vorsichtig auf zehn bis zwölf Grad minus abgekühlt werden, damit sich die weiße Masse gut verbindet. 

Anschließend werden die gesamten 107 Meter erstmals gleich mit zwei isolierenden Folien abgedeckt. Bis zum 28. Dezember, dann soll die Spur gefräst werden, in der die weltbesten Weitenjäger bis zum Schanzentisch auf gut 90 km/h beschleunigen. „Das hält“, ist sich der Chef des Anlaufteams trotz der aktuell hohen Plustemperaturen sicher, zur Qualifikation am 8. Januar wieder perfekte Bedingungen zu bieten. 

Das soll dann auch für den gewaltigen Aufsprunghügel gelten. Unten im Auslauf im Strycktal hat der „Snow-Factory“-Container dafür schon einige hundert Kubikmeter Kunstschnee ausgespuckt. 

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