Zwei Pistenraupen an der Mühlenkopfschanze im Einsatz – Kunstschnee aus Bispingen und Bremerhaven

Es geht zu wie im Taubenschlag

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In den Startlöchern. Die von Björn Wäscher und Christian Rummel gesteuerten „Pistenbullys“ schieben den aus Bispingen und Bremerhaven angelieferten Kunstschnee den Mühlenkopf hoch, so bald die Lastwagen den Auslauf verlassen haben. 

Willingen. Das Wetter am Wochenende war nasskalt, seit Sonntag aber herrscht leichter Frost und es hat ein paar Zentimeter geschneit

„Der Winter ist da“, sagt Wolfgang Schlüter kurz und knapp. Für den Schanzenchef und seine Helfer kommt die natürliche weiße Pracht zu spät und ist auch viel zu wenig. Die Mühlenkopfschanze wird komplett mit Kunstschnee belegt. Der Countdown für für das Willinger Weltcup-Skispringen von Freitag bis Sonntag läuft, alle „Free Willis“ des SC Willingen haben die letzten Tage noch einmal kräftiger in die Hände gespuckt.

Im großen Festzelt wurden die handwerklichen Arbeiten vorangetrieben, rund um die riesige Anlage letzte Versorgungsleitungen gelegt und Stromkabel gezogen. Auf der Geschäftsstelle und im Fan-Shop ging es zu wie im Taubenschlag. Das Pressezentrum wurde eingerichtet und von der Willinger Eissporthalle wurde weiterer Schnee an die Schanze gekarrt. Vier Schneekanonen laufen 1500 Kubikmeter hat die „Schneefabrik“ im großen Container ausgespuckt.

Zusammen mit den 2000 Kubikmeter gebrauchten Schnee vom Biathlon „Auf Schalke“, der als Unterlage im Auslauf dient, wurde damit der Aufsprunghügel schon am Wochenende bis zur 120-m-Marke belegt. Gestern konnten sogar vier Schneekanonen angeworfen werden. Bis heute werden weitere insgesamt rund 1500 Kubikmeter Kunstschnee per Lastwagen aus der Skihalle in Bispingen vor den Toren Hamburgs und aus einer Eisfabrik in Bremerhaven angeliefert. „Jetzt wird geschoben“, sagte Schlüter, als gestern um kurz vor 12 Uhr die erste Ladung abgekippt wurde. „Bis Dienstagabend soll der Hang komplett zu sein.“

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