Fis hält am Wechselkurs von 1:1,20 fest

Kein Franken-Schock beim Weltcup

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Die Schecks bleiben. Severin Freund (links), Doppelsieger Kamil Stoch und Jernej Damjan auf dem Podest nach dem Samstagsspringen 2014.

Willingen - Der Schweizer Franken ist die offizielle „Währung“ des Ski-Weltverbands Fis. Die Entkoppelung des Zahlungsmittels der Eidgenossen vom Euro hat die Finanzwelt geschockt, dagegen war die Aufregung der Wintersportler in Sachen Preisgeld nur von kurzer Dauer.

Für die Veranstalter ändert sich in diesem Winter nichts, weil die Fis an ihren in Franken gehaltenen Preisgeldvorgaben festhält. Im Reglement steht für die laufende Saison der am 15. Oktober 2014 gültige Kurs von 1,20 Franken pro Euro.

Aufatmen auch beim Ski-Club Willingen. Thomas Pfüller, Generalsekretär des Deutschen Ski-Verbands, informierte die Upländer vergangene Woche, nachdem die Fis ihrerseits Entwarnung gefunkt hatte.

Auf die Willinger wären erhebliche Mehrkosten zugekommen. Für die Einzelspringen am Freitag und Sonntag müssen sie jeweils 71.800 Franken ausschütten, für das Teamspringen am Samstag 70.000. Nach dem alten Umrechnungskurs summiert sich das auf insgesamt 178.000 Euro. Hätte schon jetzt die Aufwertung des Franken durchgeschlagen, dann wären urplötzlich 55.000 Euro mehr fällig gewesen.

Noch drastischer hätte es zum Beispiel das alpine Hahnenkamm-Rennen am vergangenen Wochenende in Kitzbühel getroffen, nach einer erneuten Anhebung des Preisgeldes für die vier Wettbewerbe auf 750.000 Franken wäre die Euro-Belastung von 626.200 laut Stichtag auf 750.000 gestiegen.

Kamil Stoch kassierte bei seinem letztjährigen Doppelsieg zweimal 10.000 Franken, bekam anschließend jeweils 8100 Euro ausbezahlt. Für Severin Freund, zweimal Zweiter, gab es insgesamt 16.000 Franken (13.000 noch zu versteuernde Euro). Die drittplatzierten Slowenen Jernej Damjan und Peter Prevc kassierten jeweils 6000 Franken (4900). Die 71.800 Franken werden unter den Top 30 aufgeteilt, jeder Springer erhält 100 pro Weltcup-Punkt, der Zehnte etwa kriegt 2600 Franken, der 30. steckt 100 ein.

Bei Team-Wettkämpfen werden insgesamt 70.000 Franken ausgezahlt. So hat das deutsche Quartett bei seinen zwei Siegen in diesem Winter jeweils 30.000 ersprungen, für die zweit- und drittplatzierten Teams gab es jeweils 22.000 beziehungsweise 18.000.

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