Der Ski-Club denkt bereits ans nächste Jahr – Hensel lobt die Helfer: Ein Top-Weltcup

Mehr Licht ins Stadion

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Protagonist und guter Werbeträger des Weltcups in Willingen: Springer Stephan Leyhe

Willingen. Erst als die Zuschauer bereits die Heimreise angetreten hatten und die Aufräumarbeiten an der Mühlenkopfschanze starteten, setzte starker Regen ein.

Zwar war es auch am Sonntagvormittag ungemütlich, doch rechtzeitig gegen Mittag zeigte sich die Sonne – genauso wie an den beiden Tage zuvor. Und es war nicht nur das Wetter, das beim Willinger Weltcup-Skispringen mitspielte.

Nach drei tollen Tagen am Mühlenkopf zeigte sich OK-Chef Jürgen Hensel zufrieden. „Das war ein top Weltcup, es hat alles perfekt geklappt. Und obwohl der zweite Durchgang am Samstag beim Teamspringen abgesagt wurde, hat sich das Publikum riesig über den deutschen Sieg gefreut“, sagte der 54-jährige Willinger. Teurer Schnee, gute Werbung Und er fügte hinzu: „Es haben so viele mit angepackt und uns unterstützt. Ich kann mich gar nicht oft genug dafür bedanken.“

Hensels Dank richtete sich an mehr als 1300 „Free Willis“, die freiwilligen Helfer, ohne die die Veranstaltung gar nicht möglich gewesen wäre. „Hier wird ja alles selbst gemacht, vom Bratwurstverkauf über das Weitenmessen bis hin zum Kassieren“, war er stolz auf das riesige Team, das hinter ihm steht. Die vielen Anstrengungen – vor allem wegen des fehlenden Schnees – wurden belohnt. „Klar ist das finanziell unschön, wenn man den kompletten Schnee ankarren beziehungsweise selbst machen muss. Aber das war gleichzeitig eine gute Werbung für uns“, sagte Hensel. Schon vor dem Weltcup sei die Berichterstattung größer als im vergangenen Jahr gewesen. Eines war klar: „Eine Absage kommt bei so einer Veranstaltung auch nicht in Frage.“

Erfreulich war ebenfalls, dass alles friedlich verlief. „Es ist nichts passiert, weder einem Springer, Helfer oder Zuschauer, das ist immer sehr viel wert.“ Ein höheres Polizeiaufgebot sei dieses Jahr im Einsatz gewesen. „Wegen der aktuellen Terroranschläge mussten wir reagieren.“ Planung für 2017 läuft Die Zuschauerzahl stellte die Veranstalter ebenfalls zufrieden. Knapp 36 000 Fans waren an den drei Tagen an der Schanze. Zwar hatte der SCW die Marke von 40 000 angepeilt, doch Hensel trauerte nicht lange: „Mit den Zahlen bin ich zufrieden, auch wenn uns der Regen am Sonntagmorgen bestimmt 2000 Zuschauer gekostet hat.“

Schon in den nächsten Wochen stehen Besprechungen an, wie der nächste Weltcup im Upland ablaufen könnte: „Wir planen das Stadion noch besser zu beleuchten, denn wir haben so viele Zuschauer vor Ort, aber die sieht man im Fernsehen gar nicht, deswegen brauchen wir zusätzliches Licht. Die Gespräche laufen schon“, sagte Hensel, der bereits zum neunten Mal OK-Chef der Veranstaltung war. „Ruhiger wird man deswegen aber nicht. Ich bin schon Tage vorher voll mit Adrenalin und kann kaum schlafen.“

Dass Stephan Leyhe beim Heimspiel wieder mit von der Partie war, freute den SC-Präsidenten: „Das bedeutet uns viel. Er ist nicht nur ein super Vorbild, mit ihm kann man auch gut Werbung machen.“ Hensel betonte auch noch einmal, wie wichtig es gewesen sei, 2003 das Funktionsgebäude an der Schanze zu bauen. „Vom Rennbüro, über Polizei bis hin zur Presse: Alle bekommen wir da unter. Nur mit Containern wäre das unvorstellbar, die Kosten dafür haben sich ausgezahlt.“

Kommendes Wochenende steht auf der Mühlenkopfschanze schon das nächste Ereignis an, nämlich der Continental_Cup. „Es sieht gut aus“, so Hensel, „wir sollten beide Wettkämpfe planmäßig über die Bühne kriegen.“ Ein Video zum Weltcup wird heute Nachmittag freigeschaltet.

 

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