Anlauf der Mühlenkopfschanze schon belegt

Schlüter: Liegen gut im Rennen

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Hand in Hand. Das Team Anlauf hat am Wochenende ganze Arbeit geleistet.

Willingen - Zwei Tage harter Arbeit liegen hinter 25 Helfern des Ski-Clubs Willingen um Schanzenchef Wolfgang Schlüter und Anlaufchef Michael Groß. Als Schwiegervater und Schwiegersohn verkörpert das Duo sozusagen die große Familie der freiwilligen Helfer, der „Free Willis“.

Die Arbeiten für den Dreifach-Weltcup mit zwei Einzel- und einem Team-Springen auf der Mühlenkopfschanze in zwei Wochen sind auf der Zielgeraden. Die größte Großschanze der Welt wird herausgeputzt.

Binnen weniger Stunden wurden am Samstag etliche Lkw-Ladungen vom bei der Eisaufbereitung anfallenden Schnee von der Eissporthalle an den Anlaufturm gefahren. „Wir liegen gut im Rennen“, sagte Wolfgang Schlüter. Dabei freut sich der Schanzenchef vor allem über die vielen jungen „Free Willis“ in seinem Team. Der Anlauf wurde komplett mit Schnee belegt, die Spur soll dann am nächsten Samstag gefräst werden werden. Die verlegten Kühlschleifen mit einem Glykol-Wasser-Gemisch werden auf konstant minus zehn Grad herabgekühlt, sodass der Schnee perfekt durchfriert und beim Weltcup vom 30. Januar bis 1. Februar für erstklassige Bedingungen sorgt.

In der Nacht zum Sonntag betrug die tiefste Temperatur an der Mühlenkopfschanze minus 3,8 Grad Celsius, sodass die „Schneemacher“ des Ski-Clubs wieder ganze Arbeit geleistet haben. Das Tauwetter der letzten Tage hatte einiges von der unter Planen gelagerten „weißen Pracht“ zum Schmelzen gebracht. Dennoch gibt es genügend Reserven. „Wir gehen auf Nummer sicher, die Schneekanonen schneien jetzt direkt in den Steilhang hinein“, beschrieb Schlüter die Vorgehensweise.

Auch die Pistenwalze hat im Auslauf bereits ihre Arbeit aufgenommen, um den Schnee weiträumig zu verteilen. Bis Mittwoch wollen die Willinger die kalten Temperaturen weiter nutzen, um den weißen Teppich am Mühlenkopf mit den Schneekanonen möglichst zielgenau am Hang zu verteilen. Denn dort, wo bereits Schnee liegt, muss die mit einem Drahtseil gesicherte und vom erfahrenen „Piloten“ Björn Wäscher bewegte Pistenwalze am Steilhang nicht mehr so viel Schnee hinschieben. Auch ein Fernsehteam des Hessischen Rundfunks hat die Vorbereitungen an der Mühlenkopfschanze für einen Beitrag über die umfangreichen Vorarbeiten auf das große Weltcup-Wochenende in Willingen gefilmt. Nach der Premiere im Upland 1995 steigt in zwei Wochen die Jubiläumsveranstaltung, ist der Willinger Weltcup 20 Jahre jung. (dit)

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