Ski-Club Willingen kann Produktion für Weltcup schon einstellen

Schnee satt an der Schanze in Willingen

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Unter einer weißen Decke: Die Mühlenkopfschanze zeigt sich drei Wochen vor dem nächsten Weltcup mit Schnee satt. 

Willingen – Im Willinger Skigebiet laufen die Schneekanonen volle Pulle. Der Wintersportplatz rüstet für das erste heiße Wochenende mit der K1-Achter-Sesselbahn. Ausgesprochen ruhig geht es jedoch seit Dienstag an der Mühlenkopfschanze zu.

„Die Schneeproduktion ist eingestellt“, sagt der jetzt für die Schanze verantwortliche Andi Rohn und präsentiert rund 4000 Kubikmeter Kunstschnee, mit dem ab 2. Februar der Anlauf belegt und der dann auch von Bernd Wäscher mit der Pistenraupe im Auslauf verteilt werden wird.

„Die Schnee-Kontrolle der Fis (Internationaler Ski-Verband) kann kommen“, ergänzt Rohn, denn der Wetterbericht verheißt weiter Kälte. Selbst Temperaturen von lediglich um null Graf könnten der weißen Pracht nichts mehr anhaben.

„Alle haben gut mitgezogen“, sagt Andi Rohn, der nach dem plötzlichen Tod seines Freundes und Schanzenchefs Wolfgang Schlüter das alleinige Kommando übernehmen musste und die Arbeit in Schlüters Sinn fortführt.

Die Schneekanonen sind teilweise schon abgebaut und an die EWF-Biathlonarena verlegt worden. „Dort blasen wir mit fünf Kanonen“, ergänzt Rohn. Bis zum Wochenende sollte auch die große Runde belegt sein und dort – ähnlich wie am Orenberg – der Skinachwuchs beste Trainingsbedingungen vorfinden.

Schnee satt an der Schanze: Jens Kramer, Sebastian Schlachta (Chef Anlauf) und Dennis Habermann (v. links) vor weißer Wand.

An Schnee-Reserven fehlt es nicht. Für „Willingen/5“ und das Teamspringen vom 15. bis 17. Februar scheint das Organisationskomitee des Ski-Clubs um kostspielige Schneeankäufe herum zu kommen. 

Alle namhaften Skispringer der Welt werden voraussichtlich am Start sein. Zur Freude auch der vielen Fans, die bei der Generalprobe für die Nordische Ski-Weltmeisterschaft 2019 an der größten Großschanze der Welt erwartet werden. Wie der Vorverkauf zeigt, können die Willinger an allen drei Tagen mit einer großen Kulisse rechnen.

Das vergangene Wochenende nutzten OK-Chef Jürgen Hensel und Andi Rohn zusammen mit Stephan Leyhes Vater Volker, um den Lokalmatador bei seinem zweiten Weltcupsieg mit der Mannschaft zu begleiten und wichtige Kontakte mit den Fis-Offiziellen um Walter Hofer sowie den internationalen Medienvertretern zu knüpfen. Diese nutzen auf dem Weg zum WM-Ort Seefeld alle Willingen sozusagen als letzte Ausfahrt. 

Das ZDF überträgt wie Eurosport live, auch ORF, die Norweger, Polen und Slowenen haben sich im Waldecker Upland mit ihren TV-Crews angesagt. (be)

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