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Startschuss für die Kanonen: Schneeproduktion an Willinger Mühlenkopfschanze hat begonnen

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Von: Dirk Schäfer

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Hangbeschneiung ist meistens Nachtarbeit. Aber auch tagsüber liefen die Schneekanonen am Wochenende an der Mühlenkopfschanze schon. In Willingen sind die ersten rund 700 Kubikmeter für den Weltcup Ende Januar produziert worden.
Hangbeschneiung ist meistens Nachtarbeit. Aber auch tagsüber liefen die Schneekanonen am Wochenende an der Mühlenkopfschanze schon. In Willingen sind die ersten rund 700 Kubikmeter für den Weltcup Ende Januar produziert worden. © SC Willingen/pr

In Willingen hat die Schneeproduktion auf der Mühlenkopfschanze begonnen. Die Schneekanonen sind bereits im Einsatz, zumindest so lange es kalt genug dafür ist.

Willingen – „O’zapft is...“ sagen sie beim Oktoberfest. „Wasser marsch“ heißt es bei den Vorbereitungen auf die „Festspiele“ in Willingen, wenn der erste künstliche „Neuschnee“ liegt. 62 Tage vor dem Skisprung-Weltcup in Willingen hat die Schneeproduktion an der Mühlenkopfschanze begonnen. Am vorigen Wochenende war es kalt genug und Andreas Rohn gab in der Nacht von Samstag auf Sonntag den Startschuss für die fünf Schneekanonen. In drei Nächten waren diese im Einsatz – tagsüber ist es meistens nicht kalt genug dafür.

„Minimum zwei Grad minus müssen es sein, sonst ist nichts machbar, weil es zu warm ist“, erklärt der Schanzenchef des Ski-Clubs Willingen die „Chemie“ für die Schneeproduktion. Deren Beginn, so lernt man von Rohn, ist immer so eine Art Testlauf für alles, was daran beteiligt ist. „Wir nutzen das, um zu schauen, ob alle Geräte und Anlagen funktionstüchtig sind. Und auch, um uns unsere routinierten Arbeitsabläufe wieder vor Augen zu halten“, sagt Rohn.

Willingen: Schanzenchef Rohn und sein Team haben die ersten 700 Kubikmeter produziert

Rund 700 Kubikmeter Schnee haben die fünf Kanonen – eine sechste stünde noch bereit – bisher geschafft. Mengenmäßig liegt da noch ein wenig Arbeit vor den „Free Willis“. Im vergangenen Winter hatten sie Anfang Januar die Schneeproduktion eingestellt, weil die erforderlichen 4000 Kubikmeter bereits erreicht waren. Das ist wie immer auch diesmal das Ziel.

Denn dann bleibt den Willingern ein Einsatz erspart: das „Herbeikarren“ von Schnee, den man andernorts, etwa aus der Skihalle Neuss, hinzukaufen muss. Zuletzt war dies im Januar 2018 notwendig, als 2000 Kubikmeter hertransportiert werden mussten

Wenn genug Schnee produziert ist, dann kommt im Anschluss die Pistenraupe zum Einsatz, um die weiße Pracht im weiten Rund zu verteilen. Die Präparation des Anlaufs steht erst in der Woche vor dem Weltcup auf dem Einsatz- und Arbeitsplan der Willinger.

Der erste (künstliche) Schnee nicht nur für die Mühlenkopfschanze in Willingen

Wann zum nächsten Einsatz an der Schanze geblasen wird, ist wie immer nicht ganz planbar. Andi Rohn hofft auf morgen: Ab Donnerstag sind wieder kältere Temperaturen vorhergesagt im Upland, sodass die Kanonen wieder laufen könnten; zumindest über Nacht.

Im übrigen waren diese nicht nur an der Mühlenkopfschanze in Betrieb. Fünf weitere Anlagen haben „nebenan“ die Skirollerbahn rund um die Biathlon-Arena beschneit, um dort bald gute Trainingsbedingungen zu ermöglichen. (schä)

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