Schwalefelder zum Auftakt in Japan erneut bester Deutscher

Skispringen in Sapporo: Leyhe fängt Eisenbichler noch ab

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Stammgast unter den besten zehn: Stephan Leyhe war auch in Sapporo der beste im diesmal kleinen deutschen Team. 

Sapporo. Der beste Österreicher feiert den zweiten Sieg in Folge; der beste Deutsche hat die Top ten zu seinem Stammplatz gemacht: Beim Sieg von Stefan Kraft hat Stephan Leyhe am Samstag beim Weltcup-Skispringen in Sapporo den neunten Platz belegt.

Jubel in Österreich: Stefan Kraft (270,1/132+137m) gewann auch den ersten Weltcup in Sapporo vor Kamil Stoch (260,3/133+148,5), der den Schanzenrekord um 4,5 m verbesserte und Norwegens Weitenjäger Robert Johansson (256,7/141+127), die DSV-Adler Stephan Leyhe (232,8/131,5+126) und Markus Eisenbichler (232,6/133+130) sprangen wie schon bei der Vierschanzentournee und in der Qualifikation Seite an Seite, aber auf den Plätzen 9 und 10 bei wechselhaften Bedingungen und Schneefall am Podest vorbei. 

Der „Upland-Adler“ verteidigte mit diesem Top ten-Platz mit 534 Punkten den sechsten Platz in der Weltcup-Gesamtwertung.  „Das waren zwei solide Sprünge. Im zweiten war ich etwas zu gierig, aber Platz neun ist völlig okay“, meinte Leyhe.

Der zuletzt formschwache Olympiasieger Andreas Wellinger, der auf die Wettkämpfe in Zakopane zugunsten einer Trainingspause verzichtet hatte, zeigte sich verbessert und erreichte als 13. sein bestes Ergebnis im Jahr 2019. Engelberg-Sieger Karl Geiger schied als 42. hingegen klar im ersten Durchgang aus. Moritz Bär holte auf Platz 29 zwei Weltcuppunkte, Felix Hoffmann (48.) scheiterte im ersten Durchgang.

Bundestrainer Werner Schuster ließ Sapporo aus, ebenso wie Richard Freitag, der in Oberstdorf trainiert. Auch Severin Freund kehrte nach seinen Einsätzen im Continental Cup noch nicht in das Weltcupteam zurück.

Tagessieger Stefan Kraft, der zuletzt mit seinem Erfolg in Zakopane die fast zweijährige ÖSV-Durststrecke beendet und auch schon die Qualifikation in Fernost gewonnen hatte, sicherte sich auf der Olympiaschanze von 1972 souverän seinen 14. Karrieresieg. 

Nach dem ersten Durchgang hatte Johannsen (141,0) geführt, der Sprung des Tages gelang Stoch mit 142,5 m im Finaldurchgang, wo der Anlauf immer wieder verkürzt werden musste. Leyhe fehlten umgerechnet gut 13 Meter zum Podium.

Kobayashi verpasste beim Heimspiel zum dritten Mal in Serie das Podium - in den ersten zwölf Springen des Winters hatte der neunmalige Saisonsieger lediglich einmal die Top Drei verpasst. (be)

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