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Stephan Leyhe beendet auf Platz 27 eine „grundsätzlich gute Saison“

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Vor der Bergkulisse lang gemacht: Der Schwalefelder Skispringer Stephan Leyhe beim Skifliegen in Planica.
Vor der Bergkulisse lang gemacht: Der Schwalefelder Skispringer Stephan Leyhe beim Skifliegen in Planica. © imago/Newspix

Es war keineswegs zu erwarten und nicht selbstverständlich, dass Stephan Leyhe seine Comeback-Saison nach mehr als einjähriger Pause wegen seines Kreuzbandrisses so durchziehen konnte.

Planica – Am Sonntag beendete der Schwalefelder mit Platz 27 beim Skifliegen in Planica sein Wettkampfjahr. Ohne Probe und nach zweitägiger Flugpause landete der Willinger mit 204,5 und 208 Meter noch zweimal über der magischen Marke und gewann einen Platz vor Severin Freund, der seine langjährige erfolgreiche Laufbahn beendete, noch einmal vier Weltpunktpunkte.

Macht unter dem Strich nach der olympischen Bronzemedaille von Peking insgesamt 333 Punkte und Rang 22 im Weltcup für den für den SC Willingen startenden Skispringer. Im Preisgeldranking, das in dieser Saison hinten angestanden hat, einen Platz besser und 44.200 Schweizer Franken. Bis auf die Skiflug-Weltmeisterschaft in Vikersund war Leyhe bei allen Saison-Höhepunkten dabei, auch wenn gegen Ende dieses langen und besonderen Winters etwas die Luft raus war und bei ihm auf der Schanze zehn Meter und beim Fliegen das Doppelte fehlten.

Bundestrainer Horngacher lobt verlässlichen Stephan Leyhe

„Kein Wunder, wenn man weiß, wie viel Energie Stephan die Reha und das tolle Comeback gekostet haben“, blieb Bundestrainer Stefan Horngacher bei seiner Nummer drei in den Rankings positiv gestimmt. „Auf Stephan war und ist immer Verlass.“ Sechs von Horngachers Schützlingen holten bei den Olympischen Spielen oder in Vikersund eine Medaille – Leyhe gehörte dazu.

„Für mich war es grundsätzlich eine gute Saison, auch wenn das Ende leider nicht so gut verlief, wie ich es mir erhofft hatte. Aber so ist das eben“, freut sich der Schwalefelder jetzt auf ein paar Tage Ruhe.

Nach zwei Wochen Pause trommelt Horngacher seine Jungs wieder zusammen, um die neue Saison zu planen, mit Tournee, der WM in Planica und dem Gesamtweltcup, den Karl Geiger am Ende knapp verpasst hatte und Ryoyu Kobaysahi überlassen musste. Auch im Nationenpreis blieb nach der Schwäche im Skifliegen nach langer Führung am Ende hinter Österreich (5.694), der Flugstaffel aus Slowenien (5.500) mit 5.339 Punkten nur der dritte Rang. Der Sieg ging im Tal der Schanzen an Olympiasieger Marius Lindvik aus Norwegen. Kobayashi reichte somit ein achter Rang, um mit 1621 Punkten das monatelange Kopf-an-Kopf-Rennen mit Geiger (1515) für sich zu entscheiden.

Für die DSV-Adler endete damit eine zu Beginn starke, am Ende aber durchwachsene Saison. Insgesamt vier Erfolge im Weltcup, alle durch Geiger, bedeuteten einen Sieg weniger als s in den zwei vorherigen Wintern. Geiger und Markus Eisenbichler, am Sonntag nur auf Rang 24, holten insgesamt aber stolze 17 Podestplätze. Vor allem im Fliegen war Horngachers Mannschaft weit von der Weltspitze entfernt.  (be)

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