Springer des SC Willingen beim Einzel in Zakopane der einzige deutsche Lichtblick

Stephan Leyhe lässt nicht locker

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Wieder ein Top-Ten-Platz: Stephan Leyhe vom SC Willingen.

Zakopane/Willingen. Stephan Leyhe immerhin noch Siebter, Markus Eisenbichler weit abgeschlagen: Die deutschen Skisprung-Asse haben am Tag nach dem bösen Sturz ihres Teamkollegen David Siegel mit dem Schrecken in den Knochen auch sportlich einen Dämpfer kassiert.

Beim Einzelsieg des Österreichers Stefan Kraft im polnischen Hexenkessel von Zakopane konnten die DSV-Adler nicht an ihren teuer erkauften Mannschafts-Triumph (siehe Artikel unten) anknüpfen – mit einer Ausnahme: Stephan Leyhe.

Leyhe: Platz sieben vollkommen okay

„Platz sieben ist vollkommen okay“, sagte der Tourneedritte vom SC Willingen, der mit Sprüngen von 129 und 133 Metern 268,5 Punkte sammelte – genausoviele viele wie Timi Zajc (Slowenien) und der offenbar geerdete Überflieger Ryoyu Kobayashi aus Japan. „Stephan ist stabil gesprungen und es ist nicht weit bis zum Podium“, lobte Bundestrainer Werner Schuster den 27-jährigen Schwalefelder. Bis dahin fehlten ihm nur 4,8 Punkte, die er durchaus hätte auch liefern können. „Der zweite Sprung war ok“, meinte Leyhe, „aber ich habe über dem Eck ein bisschen verdreht, sonst wären zwei, drei Meter mehr drin gewesen“. Der Wahl-Schwarzwälder bleibt mit 505 Punkten als bester Deutscher Sechster in der Weltcup-Gesamtwertung.

Ansonsten war Schuster mit dem Abschneiden auf der tückischen Wielka-Krokiew-Schanze, abgesehen vom 15. Rang des jungen Constantin Schmid, bedient. „Das heute war dünn“, meinte der Österreicher zu Karl Geiger (24.), Richard Freitag (25.) und Markus Eisenbichler (26.). „Vor allem bei Markus und Karl war es ein gebrauchter Tag. Ich bin überrascht, dass es so in die Hose ging“, sagte der Österreicher: „Der gestrige Tag war aber speziell, das müssen wir abhaken.“

Schuster: Ein gebrauchter Tag

„Das war heute eine ziemliche Katastrophe, dabei ist es gestern noch so gut bei mir gelaufen. Aber so kann es gehen im Skispringen“, sagte Tournee-Held Eisenbichler in der ARD. Im Team war der Siegsdorfer noch zum Schanzenrekord geflogen, im Einzel stürzte er auf Rang 26 ab: „Es ist einfach hart. Aber ich muss den Kopf oben lassen, relaxen, und dann geht es in Japan weiter.“ In Sapporo stehen am Wochenende zwei Einzel auf dem Plan.

In dem insgesamt zähen Wettkampf hatte Doppel-Weltmeister Kraft knapp vor dem Norweger Robert Johansson und dem Japaner Yukiya Sato für Österreichs ersten Sieg seit März 2017 gesorgt.  mit dpa

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