Am Freitag, 27. Januar, geht es los

Stimmung, Schanze, Stars: Worauf sich Fans beim Skispringen in Willingen freuen können

Immer bestens präpariert: die Willinger Mühlenkopfschanze. Foto: Worobiow/nh

Willingen. Ab Freitag wird auf höchstem Niveau gesprungen in Nordhessen: Mit der Qualifikation startet der Skisprung-Weltcup in Willingen – drei Tage Faszination, Spitzenleistungen und natürlich darf auch die Party drumherum nicht fehlen. Worauf wir uns freuen ...

... die Stimmung:

Sie schwenken die Fahnen, jubeln ihren Stars zu und fiebern bei jedem Springer mit, sobald er den Bakken verlässt. Die Fans in Willingen sorgen für eine atemberaubende Stimmung im Stadion. „Nach Willingen fahre ich mit großer Vorfreude. Die Wettkämpfe sind immer sehr cool, auch die Stimmung ist hervorragend“, sagt DSV-Springer Andreas Wellinger. Aber nicht nur die Sportler kommen deswegen gern ins Upland. „Willingen ist der bestorganisierte Weltcup – von der Schanzenpräparation über den Fahrdienst bis hin zur Hotelunterbringung“, sagt auch Bundestrainer Werner Schuster.

... die Schanze:

Ist immer bestens präpariert. Da es die größte Großschanze der Welt ist, sind weite Sprünge garantiert. „Die große Schanze ist fast schon eine kleine Flugschanze, die den Springern ein wirklich schönes Fluggefühl gibt“, sagt Andreas Wellinger. Und vielleicht wird ja am Wochenende der Schanzenrekord des Finnen Janne Ahonen geknackt. Er landete im Jahr 2005 bei 152 Metern.

... Noriaki Kasai:

Am 17. Dezember 1988 tauchte Noriaki Kasai erstmals im Weltcup auf – und knapp 29 Jahre später reist das japanische Skisprung-Urgestein noch immer mit dem Weltcup-Zirkus durch die Welt. Der 44-Jährige gewann bisher 17 Weltcups, holte zwei Mal Olympisches Silber und acht Medaillen bei Weltmeisterschaften.

Und trotzdem denkt er noch lange nicht ans Aufhören. Sein größter Traum ist übrigens eine Goldmedaille bei den Olympischen Spielen. „Dazu habe ich 2018 oder 2022 die Chance. Wenn es bis dahin nicht klappt, dann eben 2026“, sagte er in einem Interview. Vergangenes Jahr musste er den Weltcup in Willingen auslassen, dafür tritt er an diesem Wochenende bereits zum 17. Mal im Upland an. Auch drei Siege verbuchte Kasai bereits auf der Mühlenkopfschanze. Derzeit rangiert er auf Rang 24 der Weltcup-Gesamtwertung, Rang zehn war seine beste Platzierung in dieser Saison. Ein weiterer Sieg in Willingen wird wohl warten müssen.

... Sven Hannawald:

Wo immer damals Sven Hannawald ins Tal segelte, zog es vor allem junge Mädchen an die Schanzen. So natürlich auch in Willingen – vor allem von 2000 bis 2003. Teenager flehten: „Hanni, ich will ein Kind von dir.“ Hannawald war es auch, der 2002 für den ersten deutschen Sieg in Willingen sorgte, das Publikum bebte. Auch 2003 stand der Sachse wieder ganz oben auf dem Podest und erreichte sogar die höchste Punktzahl eines Springers in Willingen: 328,2 Zähler. Nach 14 Jahren kehrt der Sachse nun als TV-Experte bei Eurosport zurück an die Mühlenkopfschanze. (r)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare