Gute Sprünge, aber im Wettkampf läuft es nicht 

Stephan Leyhe in Wisla nicht unzufrieden

+
Weiter in der Spur: Stephan Leyhe hat auch mit den Plätzen 25 und 20 in Wisla seine Ziele nicht aus den Augen verloren.

Willingen. Im ersten Springen beim Weltcup in Wisla war Stephan Leyhe vom SC Willingen als 30. noch grad so ins Finale gerückt, am Ende wurde er 25. Gestern war er nach dem ersten Durchgang Achter, aber dann rutschte er doch wieder auf Platz 20 ab.

Die frühen Landungen am Samstag kommentierte Leyhe kurz und knapp mit: „Das war heute Käse.“ Dabei hatte der Schwalefelder zuvor durchaus Hoffnungen auf die Top Ten gemacht. Nach 129,5 und 119,0 Metern im Training, 130,0 und Platz zehn in der Qualifikation sprang er auch im Probedurchgang 128,5, die sechstgrößte Weite. 

Urplötzlich kam Leyhe aber wieder nicht mit dem Radius der Schanze angesichts des sehr kurzen Anlauf aus Luke vier zurecht. „Dadurch habe ich meinen Schwerpunkt verloren“, kommentierte er die bescheidenen Weiten. Die 118,5 Meter reichten immerhin, um als Letzter den Finaldurchgang zu erreichen. Erster Leidtragender war ausgerechnet Weltcup-Rückkehrer Gregor Schlierenzauer (120,5), den er um 0,8 Punkte auf den 31. Rang verwies. Der zweite Sprung war auch kaum besser, immerhin verbesserte er sich mit den 122,5 und insgesamt 224,4 Zählern noch um fünf Plätze. Den Sieg holte sich Kamil Stoch (133+124/268,0) vor Stefan Kraft (133+117/251,7) und Andreas Wellinger (127,5 + 120,5/249,1). 

Auch gestern war der polnische Überflieger vor seinen ihn frenetisch feiernden Landsleute nicht zu schlagen. Mit 135,5 und 128 Metern (271,7 Punkte) verwies der Daniel Andre Tande (128,5+134,5/270,5) hauchdünn um 1,2 Zähler auf den Silberrang. Dritter wurde Domen Prevc (130+132/270), der wiederum nur einen Zehntelpunkt zurücklag. Und Stephan Leyhe? In der Qualifikation reichten 114,0 Meter nur zu Platz 17, aber immerhin für ein sicheres Weiterkommen. Die Ausscheidung gewann Gregor Schlierenzauer mit 132 Metern. Der sechsfache Weltmeister (135,5+123/251,4) schaffte im Wettkampf dann mit Rang acht gleich im zweiten Springen nach seinem Comeback wieder einen Top-Ten-Platz. 

Den hatte auch der 25-jährige Schwalefelder nach 125,5 Metern als Elfter im Visier. Doch die frühe Landung im Neuschnee bei 117,0 (231,3 Punkte) spülte ihn bis auf den 20. Rang zurück. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare