Schwalefelder ist mit Platz 21 nicht unzufrieden

Stephan Leyhe fehlt etwas die Balance

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Beim Absprung In Innsbruck: Stephan Leyhe.  

Willingen. Nach den Plätzen 14 und 17 wurde Stephan Leyhe gestern in Innsbruck 21. Er liegt nach dem dritten Springen der Vierschanzentournee auf dem 15. Rang der Gesamtwertung; im Vorjahr war er am Ende 14.

 Auch wenn der angepeilte Platz unter den Top 15 knapp verpasst wurde, war der Skispringer des SC Willingen keineswegs unzufrieden. „Es sind nur Kleinigkeiten, die gefehlt haben“, sagte Leyhe, „und insgesamt sind die Sprünge während der Tournee immer besser geworden“.

Seine Versuche gestern auf dem Bergisel fand er alle gleich gut. Die 117,5 m im Probedurchgang bestätigte er danach, um sich dann mit 119,5 m noch von Rang 23 auf 21 zu steigern. „Mir hat etwas der Druck und die Balance am Schanzentisch gefehlt“, analysierte Leyhe den Wettkampf, „auf der Anlage braucht man aber genug Höhe, um über den K-Punkt zu kommen“. Der Rückenwind tat dann sein Übriges dazu, „ansonsten waren die Flüge in Ordnung“.

Besser war es für den Schwalefelder am Tag zuvor in der Qualifikation gelaufen, da hatte er sehr lange in der Siegerecke gestanden. Seine 127,5 m waren am Ende der zweitweiteste Sprung. Bei unterschiedlichen Anlauflängen bedeutete das für ihn Rang acht, direkt hinter seinen Teamkollegen Severin Freund und Richard Freitag. „Da hat man gesehen, dass es mit guten Sprüngen schnell unter die Top 15 gehen kann.“

Stützen kann sich Leyhe auch auf ein funktionierendes deutsches Team, in dem er auch wegen seiner nüchternen, sachlichen Analysen „der Preuße“ genannt wird. „Die Mannschaft ist komplett gut drauf, da macht das Ganze umso mehr Spaß“, sagt er. Auch wenn er schon das ein oder andere Mal an den Heim-Weltcup auf der Mühlenkopfschanze am kommenden Wochenende denkt, „weil man hört überall davon“, die volle Konzentration gilt dem Tournee-Finale. Heute ist Ruhetag und Anreise nach Bischofshofen, Dienstag Qualifikation und sein 24. Geburtstag. Selbst beschenken will sich Stephan Leyhe einen Tag später mit guten Sprüngen. (ni)

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