Teamspringen in Willingen nach dem ersten Durchgang abgebrochen

Freund führt deutsche Mannschaft zum Sieg

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Willingen. Erstmals seit 2010 haben die deutschen Skispringer wieder einen Teamwettbewerb am Mühlenkopf gewonnen. Andreas Wank, Andreas Wellinger, Richard Freitag und Severin Freund triumphierten in Willingen mit einem Winzvorsprung von 0,6 Punkten vor Norwegen, den sie im ersten Durchgang erflogen. Dann wurde die Konkurrenz abgebrochen. 

Wegen des stetig stärker blasenden Winds entschloss sich die Jury zum Abbruch. Die Sicherheit hatte Vorrang, schon der erste Durchgang war recht turbulent verlaufen. "Eine kluge Entscheidung m Sinne der Athleten", sagte Bundestrainer Werner Schuster.

Das erste Mal richtig ausgeflippt war das mit gut 16 000 Zuschauern gefüllte Stadion nach dem Sprung von Freund auf nicht weniger als 149 Meter - der weiteste Flug des Tages. Freund konterte als vierter deutscher Springer glänzend die 140,5 Meter des Norwegers Johann Andre Forfang und holte den Deutschen die Führung zurück, die Andy Wellinger (131,5 Meter) in der zweiten Gruppe erobert hatte.

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Wank hatte den Flugreigen der Deutschen mit 127,5 Meter auf Platz vier eröffnet, Freitag als dritter Mann verlor dann trotz starker 141 Meter die Führung im Duell mit Kenneth Gangnes (139) - ehe Freund den spannenden Zweikampf mit den Norwegern entschied.

Das deutsche Quartett, das auch den ersten Mannschaftswettbewerb des Winters in Klingenthal für sich entschieden hatte, erreichte 538,6 Punkte, die Skandinavier, deren Mannschaft Andreas Stjernen komplettierte, 538 Zähler, ein Rückstand von umgerechnet einem halben Meter. Die drittplatzierten Österreicher mit Stefan Kraft, Manuel Poppinger, Manuel Fettner und Michael Hayböck lagen mit 506,2 Punkten schon ein gutes Stück zurück. Nur Vierter wurden die Mitfavoriten aus Slowenien (487,3).

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