Schwalefelder Vierter in Bischofshofen 

Vierschanzen-Tournee: Skispringer Stephan Leyhe feiert Rang drei

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Sich erfolgreich gestreckt: Der Schwalefelder Skispringer Stephan Leyhe wird Vierter in Bischofshofen. 

Bischofshofen – „Ich würde den Stephan Leyhe nicht unterschätzen. Er ist immer besser geworden. Mit ihm und Markus Eisenbichler haben wir zwei Eisen im Feuer für einen Podestplatz“, sagte Skisprung-Bundestrainer Werner Schuster vor dem vierten Springen der Vierschanzentournee auf der Paul-Außerleitner-Schanze in Bischofshofen. Und der Österreicher sollte Recht behalten.

Zumindest was die Gesamtwertung betraf: Zwar verfehlte Leyhe als Vierter mit nur 1,5 Punkten hinter dem Österreicher Stefan Kraft beim Abschlussspringen das Podium, er verbesserte sich aber mit dem gleichen Rang, den er schon in Innsbruck beim dritten Springen belegt hatte, noch von Platz fünf auf Rang drei in der Gesamtwertung. Leyhe überholte in dieser noch die zuvor vor ihm liegenden Kamil Stoch (Polen) und Karl Geiger.

„Ich bin sehr zufrieden und sehr, sehr glücklich mit dieser Tournee“, sagte Leyhe, bevor er ausgelassen seine Ski in die Höhe reckte und bei der Siegerehrung mit dem Zweitplatzierten Eisenbichler, der in Bischofshofen Fünfter geworden war, sowie Gesamtsieger Ryoyu Kobayashi aus Japan auf das Podest sprang. Mit seiner sensationellen Tourneeplatzierung hatte sich der Schwalefelder einen Tag nach seinem 27. Geburtstag am Samstag selbst ein nachträgliches Geschenk gemacht. 

Schon in der Qualifikation stark

An seinem Geburtstag hatte Leyhe indes frei, weil die Qualifikation für das Finale der 67. Tournee wegen zu viel Neuschnee ausfiel und auf Sonntag verschoben werden musste. Der letzte Tag ging für den für den SC Willingen startenden Sportler gleich gut los. Im Probedurchgang sprang der Silbermedaillengewinner mit der Mannschaft bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang mit 127 Meter auf Rang sechs und steigerte sich in der Qualifikation noch. 

Mit einem sehr sauberen Sprung sprang Leyhe mit 133 Meter auf Platz fünf, was ihm ein Grinsen entlockte und Schusters Hoffnungen noch einmal aufkeimen ließ. Auch seine Fans, darunter einige „Schwalefelder Feierbiester“ mit der Aufschrift „zieh“ auf ihrem Plakat waren darüber begeistert.

Pech mit Wind im ersten Durchgang 

Pech hatte Leyhe dann im ersten Durchgang mit den schlechten Verhältnissen, so Schuster, die dazu beitrugen, dass er sich mit 126 Meter (123,7 Punkte) und Rang elf begnügen musste. „Vielleicht kommt Stephan im zweiten Durchgang noch etwas nach vorne“, hoffte Schuster und sollte Recht behalten.

Mit dem Sprung auf 137 Meter bestätigte der Schwalefelder zur Freude seiner Anhänger seine guten Leistungen bei der Tournee, was den sonst so zurückhaltenden Skispringer sichtbar freute. Vor den Fernsehkameras wackelte Leyhe sogar nach seinen 142,3 Punkten vergnügt mit dem Kopf, nachdem er nach seinem geglückten zweiten Sprung vor Freude den Zeigefinger gezeigt hatte.

„Im ersten Durchgang hat mir der starke Rückenwind zu schaffen gemacht. Im zweiten Durchgang war der weniger und es ging gleich weiter. Ich habe mit Spaß, guter Laune und großer Freude den letzten Sprung absolviert und versuche diesen abzuspeichern“, sagte der überglückliche Leyhe nach dem „tollen Ergebnis“, so Schuster. (jh)

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