Schwalefelder Skispringer rückt bei Vierschanzentournee auf Rang fünf vor

Vierter in Innsbruck - Leyhe bejubelt zweitbestes Karriere-Ergebnis

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Jawoll: Stephan Leyhe hatte nach beiden Sprüngen am Berg Isel Grund zum jubeln.

Innsbruck – Dieser vierte Platz ist alles andere als undankbar: Skispringer Stephan Leyhe hat dem deutschen Gesamtsieg-Anwärter der Vierschanzentournee, Markus Eisenbichler, beim dritten Wettkampf in Innsbruck die Schau gestohlen.

Der Schwalefelder war am Freitag am Berg Isel als Vierter nach zwei starken Sprüngen bester Deutscher und verbuchte das zweitbeste Weltcup-Ergebnis seiner Karriere. Jubel herrschte darüber auch bei den „Schwalefelder Feierbiestern“ an der Schanze in Österreich und beim Public Viewing im Dorf.

"Es hat einfach Spaß gemacht, ich freue mich jetzt auf die letzte Station. Ich muss einfach nur weiter meine guten Sprünge zeigen", sagte der 26-Jährige.

Dagegen fiel Eisenbichler im Kampf um den Tourneesieg aussichtslos hinter den zum dritten Mal siegreichen Japaner Ryoyu Kobayashi zurück. Der hatte nach 136,5 und 131 Metern einen satten Vorsprung auf Stefan Kraft, der Österreichs geschundene Skisprungseele etwas heilte.

Als Dritter lag der Norweger Andreas Stjernen knapp vor Leyhe, der die Trainingseindrücke vom Vortag voll bestätigte. 129 Meter - im ersten Durchgang, nach dem die besten 15 dicht zusammen lagen, sprangen nur ganz wenige weiter als der Upländer, der zunächst Fünfter war.

Fast schon aus sich raus gegangen ist Stephan Leyhe in Innsbruck. Zwei starke Sprünge sorgten für Gefühlsausbrüche und Platz vier.

Im zweiten Durchgang war für die besten Zehn Warten angesagt, nachdem der Wind abflaute. Kein Problem inzwischen für Leyhe, der mit dem Druck umgehen kann, weil sein Flugsystem stimmt. 127,5 Meter - das war viel wert angesichts der Bedingungen und bedeutete unter Strich Platz vier. Nur zum Weltcup-Auftakt in Wisla war der Upländer als Zweiter noch besser. 

Selbst Polens Vorjahres-Tourneesieger Kamil Stoch hatte als Fünfter diesmal das Nachsehen. Er liegt in der Tournee-Gesamtwertung mit 750,9 Punkten nur noch knapp vor Leyhe (748,1), der von Platz neun auch fünf vorrückte.

Der Springer des SC Willingen hat also am Samstag an seinem 27. Geburtstag zwei Wünsche: Eine gute Qualifikation hinlegen fürs Abschlussspringen in Bischofshofen. Und Tournee-Platz fünf mindestens verteidigen. 

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