Weltcup in Predazzo: Athlet des SC Willingen am Samstag bester Deutscher, am Sonntag 18.

 Leyhe will nach Rang fünf „weiter frech bleiben“

Flügge geworden. Stephan Leyhe war beim Weltcup in Predazzo bester deutscher Skispringer. Der Mann vom SC Willingen landete auf Rang fünf. Foto: dpa

Predazzo/Willingen – Stephan Leyhe weiß mittlerweile wie Konstanz geht. Der Mann vom SC Willingen war beim Weltcup-Skispringen im Val di Fiemme nach 119,5 und 127,5 m und mit 275,1 Punkten als Fünfter wieder bester Deutscher. Am zweiten tag lief es nicht so gut. 

Markus Eisenbichler war nach der Qualifikation wegen eines zu großen Anzugs disqualifiziert worden.

Leyhe war mit sich und der Welt zufrieden. „Der erste Sprung war nicht ganz gelungen. Der zweite deutlich besser. Daran gilt es am Sonntag anzuknüpfen und frech zu bleiben“, sagte der gebürtige Schwalefelder.

Eine Aussage spricht für das gestiegene Selbstvertrauen des Tourneedritten aus dem Waldecker Upland.

Das Podest war für den 27-Jährigen wieder in Reichweite und hinter dem derzeit als nahezu unschlagbar geltenten Japaner Ryoyu Kobayashi scheint für Leyhe derzeit alles möglich zu sein. Sogar der erste Weltcupsieg für ihn liegt irgendwie in der Luft.

Auch in Predazzo war Ryoyu Kobayashi im ersten Springen wieder eine Klasse für sich. Der Japaner stellte im Finale mit 136 m den 13 Jahre alten Schanzenrekord von Adam Malysz aus Polen ein und gewann nach schon mit 135 Meter den ersten Durchgang. Er lag mit 315 Punkten deutlich vor den beiden Polen Dawid Kubacki (288,5) und Kamil Stoch (282,9).

Vor Leyhe, der im Gesamt-Weltcup mit 456 Punkten Vierter ist, landete nur noch Österreicher Stefan Kraft (281,6) . Er hat die WM in Seefeld als einziger Austria-Adler fest im Visier. 

Die deutschen Springer David Siegel (14.), Richard Freitag (17.), Karl Geiger (19.) und Andreas Wellinger (26.) punkteten, sahen aber alle noch viel Luft nach oben.

Bundestrainer Werner Schuster lobte neben Leyhe allenfalls noch Siegel, der sich auch langsam aber sicher den Top ten nähert. Leyhe war die Umstellung von Bischofshofen auf die Schanze in Italien nach eigener Aussage noch nicht ganz gelungen. „Da muss noch Länge rein“, meinte er nach dem ersten Sprung, der aber schon besser war als die 117 Meter aus der Probe.

Auch in der Qualifikation war der „Upland-Adler“ bereits der beste DSV-Adler vor Karl Geiger gewesen. 

Am Sonntag die Landung verpatzt

Die 13 brachte Stephan Leyhe kein Glück. Im 13. Saison-Weltcup in Predazzo verpatzte der Willinger Skispringer einen Tag nach seinem fünften Platz die Landung und fand sich gerade noch im Finaldurchgang wieder.

 „Der hintere Ski ist mir in die Quere gekommen“, beschrieb der Upland-Adler seinen Patzer, den er nach Platz 28 im Finaldurchgang noch verbesserte. Die 133,5 Meter bedeuteten lange Bestweite. 

„Zwei Luken mehr und besserer Wind bringen gleich mehr Spaß“, sagte der Willinger, der allerdings wieder eine Sicherheitslandung abliefern musste. 

Immerhin sprang nicht sein schlechtestes Saisonergebnis heraus, das Leyhe in Nizhny Tagil auf Platz 25 hingelegt hatte. Seine 235,2 Punkte reichten für Platz 18. 

Der Sieg ging an den Polen Dawid Kubacki (129,5/131,5) vor dem Österreicher Stefan Kraft (124,5/122,5) und dem Polen Kamil Stoch ((120,0/128,5). 

Beste deutsche Springer waren David Siegel ((127,5/124,0) auf Rang fünf und Markus Eisenbichler (121,0/133) als Sechster. (be/dpa)

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