Willinger hadert mit Schanze in Lahti: Zweiter im Team und 16. im Einzel

Leyhe freut sich auf den Mühlenkopf

Platzhirsch. Obwohl Stephan Leyhe in Lahti keine großen Sprünge machen konnte, ist er für Bundestrainer Werner Schuster eine Bank für die Weltmeisterschaft. Foto: Ar chiv

Lahti – Wenn einem etwas nicht gut liegt und weglaufen unmöglich ist, versucht man aus dem Schlechten noch etwas Gutes zu machen. Damit war Stephan Leyhe zumeist beim Weltcup im finnischen Lahti beschäftigt.

Er gab offen zu, dass diese Schanze und er nicht die beste Beziehung miteinander hätten. Doch sie war am Wochenende zumindest so gut, dass der 27-Jährige das deutsche Team als Schlussspringer auf den zweiten Platz führte. Im Einzel ging die Beziehung schon wieder etwas auseinander denn der Mann vom SC Willingen kam gestern mit Weiten von 116,5 und 121,5 Meter nur auf Rang 16.

„Ich habe es erneut versucht, aber ich bin mit dieser Schanze schon wieder nicht zur zurechtgekommen“, sagte Leyhe der ARD. „Jetzt freue ich mich jetzt umso mehr auf Willingen.“ Sein Heim-Weltcup findet am kommenden Wochenende statt.

Leyhe war aber nicht allein mit seiner Abneigung gegen die Schanze in Lahti, auch seine Teamkollegen Richard Freitag und Andreas Wellinger kamen mit ihr nicht klar.

Der Jubel über Platz zwei im Team-Springen war schnell vorbei: Den deutschen Skispringer fehlt zwei Wochen vor dem WM-Start die Konstanz. Karl Geiger, Richard Freitag, Andreas Wellinger und Stephan Leyhe hatten sich im Mannschaftswettbewerb nur den Österreichern knapp geschlagen geben müssen.

Im Einzel überzeugte allein Geiger (118,5/129,0 m), der nach einer Steigerung im zweiten Durchgang als bester DSV-Adler noch auf Rang sechs kam. Martin Hamann (Aue) landete als zweitbester Deutscher (116,5+122,5) auf Platz 15. Der Sieg ging nach Sprüngen von 132,5 und 129 Meter an den Polen Kamil Stoch vor dem Japaner Ryoyu Kobayashi (124,0+129,5) und dem Norweger Robert Johansson (127,5+124,0).

„Das war doch sehr ernüchternd“, sagte Bundestrainer Werner Schuster, der den derzeit besten deutschen Springer Markus Eisenbichler zu Regnerationszwecken daheim gelassen hatte. Freitag schaffte als 19. erneut nicht die WM-Norm, Olympiasieger Wellinger erreichte als 32. des ersten Durchgangs nicht das Finale.

„Alles wirkte verkrampft, wenig entschlossen“, sagte Schuster. „Es ist noch zu viel Stückwerk.“ „Mit Karl Geiger, Stephan Leyhe und Markus Eisenbichler haben wir drei feste Bänke. Ich hoffe, dass wir wenigstens einen der beiden „big names“, Richard Freitag und Andreas Wellinger, noch in WM-Form bringen.“  dpa/rsm

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