Weltcup-Teamspringen in Lahti: Österreich gewinnt vor Deutschland

Stephan Leyhe sichert Platz zwei 

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dpa

Lahti - Ein guter Sprung  von Schlussspringer Stephan Leyhe (SC Willingen) hielt die deutsche Mannschaft beim Teamwettbewerb in Lahti (Finnland) auf Podestkurs. 

Das deutsche Quartett,das ohne den Pausierer Markus Eisenbichler antrat, belegte mit 942,6 Punkten hinter Österreich (953,6) Platz zwei. Für Leyhe, der 119,5 und 124,5 Meter sprang, und seine Teamkollegen war es  der dritte Podestplatz im dritten Mannschaftsspringen der Saison. 

In Zakopane lag Deutschland am Ende vor Österreich, diesmal siegten die Österreicher, erstmals nach längerer Pause wieder mit Gregor Schlierenzauer. Philipp Aschenwald, Michael Hayböck und Stefan Kraft gelten jetzt als WM-Favorit. Und vor der WM in Seefeld wird am kommenden Freitag noch der Team-Weltcup von Titisee-Neustadt auf der Mühlenkopfschanze in Willingen  nachgeholt. Gelegenheit zur Revanche. 

„In Willingen bin ich wieder dabei“, versicherte „Eisei“ per Videobotschaft. Platz drei ging an Japan (929,5). Bei Polen (925,7) stürzte der frühere Junioren-Weltmeister Jakob Wolny ab, noch schlimmer erwischte es die Norweger, die nach einem Sturz von Andreas Stjernen in der Probe und einem ähnlich schwachen Sprung im ersten Durchgang nicht einmal das Finale der besten Acht erreichten.

Geiger guter Startspringer

„Meine Mannschaft hat sich zusammen gerauft. Karl Geiger kann man als Startspringer einsetzen“, freute sich Bundestrainer Werner Schuster über den starken Oberstdorfer (129,5+130,5), der nach dem Skifliegen auf er 90-m-Schanze im Allgäu trainiert hatte und schon in der Qualifikation am Vortag der stärkste war. 

Richard Freitag (119+113,5 m)  sucht weiterhin seine Form und kämpft um seinen Platz, während es bei  Andreas Wellinger (117+123) langsam wieder aufwärts geht. 

Schanze liegt Leyhe nicht

Auch Stephan Leyhe zeigte bei seinem zweiten Einsatz als Schlussspringer nach Zakopane nach einer schwächeren Vorstellung am Freitag im finalen Durchgang gegen die besten der anderen Teams jeweils aus einer Luke tiefer wieder ansteigende Form. 

An die Schanze in Lahti hat er nicht die besten Erinnerungen und sie liegt ihm nicht unbedingt. „Wind,  scharfer Radius und ein langer Tisch, das ist es nicht einfach, den richtigen Moment für den Absprung zu erwischen“, meinte er, genoss aber sichtlich das Vertrauen seiner Teamkameraden, die sich auch über diesen zweiten Platz freuten.

 Sicherlich gibt er auch wieder Auftrieb für das Einzelspringen am morgigen Sonntag. (be)

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