Freundschaftsspiel gegen Australien

Bundestrainer Löw sieht die DFB-Niederlage nicht dramatisch

- Trotz der Niederlage im Freundschaftsspiel gegen Australien sieht Fußballbundestrainer Joachim Löw keinen Grund zur Panik. Die Nationalmannschaft sei in der Qualifikation für die Europameisterschaft 2012 auf dem richtigen Weg. Die DFB-Elf hatte am Dienstagabend gegen Australien 1:2 verloren.

Joachim Löw sieht die Fußball- Nationalmannschaft trotz der ersten Niederlage seit der WM 2010 weiter auf dem richtigen Weg. „Selbstverständlich hätten wir das Spiel gerne gewonnen. Schlussendlich ist diese Niederlage aber nicht allzu dramatisch, denn es ging nicht um die Qualifikation“, sagte der Bundestrainer nach dem 1:2 (1:0) im Testspiel gegen Australien am Dienstagabend in Mönchengladbach. In den kommenden Tagen will Löw die im Borussia-Park mit zahlreichen Nachwuchskräften bestrittene Partie in Ruhe auswerten, um Schlüsse für die nächsten Aufgaben in der EM-Qualifikation in Österreich (3. Juni) und Aserbaidschan (7. Juni) zu ziehen.

„Ich sehe bei den jungen Spielern sehr viel Gutes, natürlich auch noch Verbesserungspotenzial, das ist klar. Darüber werden wir das nächste Mal sprechen. Das Spiel war auch wichtig in der Weiterentwicklung der Spieler“, sagte Löw und konterte damit gleichzeitig die Kritik von Bayern-Präsident Uli Hoeneß, der den Test gegen die knallharten „Socceroos“ vor dem Anpfiff grundsätzlich infrage gestellt hatte.

Auch der Mainzer André Schürrle, der mit einem couragierten Auftritt seine Aufstellung in der Startformation gerechtfertigt hatte, untermauerte die Bedeutung der Härteprüfung - unabhängig vom Resultat. „Es ist ein Riesenserlebnis, ein Meilenstein in der Karriere. Jeder sagt, dass ihm das was gebracht hat“, betonte Schürrle. Der künftige Leverkusener hatte das deutsche Führungstor durch Mario Gomez (26. Minute) sehenswert vorbereitet.

Die Australier schlugen aber binnen weniger Minuten durch die Treffer von David Carney (61.) und Luke Wilkshire (64./Foulelfmeter) doppelt zurück. Für Australien, bei der WM Deutschland noch mit 0:4 unterlegen, war es der erste Sieg gegen den DFB überhaupt.

Allerdings fehlten bei Deutschland mehrere geschonte Stammkräfte wie Kapitän Philipp Lahm, Mesut Özil und Sami Khedira. Miroslav Klose wurde erst in der zweiten Halbzeit eingewechselt, konnte in seinem 108. Länderspiel, mit dem er zu Jürgen Klinsmann auf Platz zwei der DFB-Rangliste aufschloss, aber keine Wende mehr erzwingen.

Die Nationalmannschaft musste ihre erste Niederlage seit dem WM-K.o. im Halbfinale gegen Spanien im Juli 2010 hinnehmen und blieb im vierten Testspiel der Saison ohne Sieg. Dies soll sich für Löw im nächsten freundschaftlichen Vergleich am 29. Mai in Sinsheim gegen Uruguay ändern, bevor es wenige Tage später in Österreich und Aserbaidschan wieder um Punkte für das EM-Ticket geht. Mit 15 Zählern führt das DFB-Team die Gruppe A nach fünf Pflichtspielsiegen souverän vor Belgien (10) und der Türkei (9) an.

dpa

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