Scorpions gewinnen 9:1 gegen ESC Wedemark

Eismaschine defekt – Derby mit Verspätung

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Langenhagen - Im hannoverschen Eishockey gibt es nichts, was es nicht gibt: Das Oberliga-Derby zwischen den Hannover Scorpions und dem ESC Wedemark begann Freitagabend erst mit dreistündiger Verspätung um 22.46 Uhr. Die Eismaschine in Langenhagen ist defekt gewesen. Bei dieser einen Pannen blieb es aber nicht.

Um 22.03 Uhr brandete Jubel in der Eishalle Langenhagen auf. Aber nicht, weil bei der Partie zwischen den Hannover Scorpions gegen den ESC Wedemark ein Tor gefallen wäre. Nein, die beiden Mannschaften kamen aufs Eis, um sich auf die Partie in der Eishockey-Oberliga vorzubereiten. Und das zum zweiten Mal am gestrigen Freitagabend.

Im Grunde war es sogar eine ganze Kette von Pannen, die zu der kuriosen Verspätung führte. Zunächst brannte bei der Eismaschine der Langenhagener Halle beim Aufbereiten der Spielfläche nach dem Aufwärmen der Akku durch. Und weil der Schaden nicht auf die Schnelle zu reparieren war, wurde unter guten Nachbarn um Hilfe gebeten – in der Wedemark.

Doch der Transport der Eismaschine aus der Halle in Mellendorf, in der der ESC seine Heimspiele austrägt, gestaltete sich alles andere als einfach. Der Tieflader, der zunächst vorfuhr, war zu klein, um die „Zamboni“ – benannt nach dem Erfinder der Maschine – aufzuladen. Also wurde ein größerer Tieflader angefordert, der erst um 21.53 Uhr tatsächlich mit der Eismaschine in Langenhagen vorfuhr.

Die etwa 700 Zuschauer, die so lange ausgeharrt hatten, mussten sich aber noch ein bisschen länger gedulden. Denn das Abladen der Eismaschine vom Tieflader gestaltete sich ebenfalls alles andere als einfach. So fuhr die Leihgabe aus der Wedemark erst um 22.16 Uhr unter lautem Jubel in die Halle. Und die Eishockeyfans, die so lange gewartet hatten, durften sich sicher sein, dass sie einen alles andere als alltäglichen Abend erlebt hatten. Einen ziemlich langen noch dazu.

Scorpions gewinnen mit 9:1

Denn erst um 0.46 Uhr endete das Derby in der Eishockey-Oberliga zwischen den Hannover Scorpions und dem ESC Wedemark. Wer als Sieger das Eis verlassen würde, war allerdings schon deutlich früher klar: Die gastgebenden Scorpions gewannen klar mit 9:1 (2:0, 4:0, 3:1). Die Tore für den Favoriten erzielten der ehemalige Nationalspieler Andreas Morczinietz (3), Phil Hungerecker (2), Britt Ouellette, Robin Marek, Jeffrey Keller und Sebastian Lehmann per Penalty, für die Gäste traf Philip Winter zum zwischenzeitlichen 1:8. Bereits am Sonntag steht für die Wedemärker das nächste Derby an, dann ist von 19 Uhr an der EC Hannover Indians in Mellendorf zu Gast.

Von Börn Franz 
und Stephan Hartung

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