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Formel-1-Experte fällt vernichtendes Vettel-Urteil – liefert Mick Schumacher die dicke Überraschung?

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Von: Christoph Klaucke

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Die Formel 1 steht vor einer unberechenbaren Saison. Sebastian Vettel und Mick Schumacher starten für Deutschland. Die Chancen der deutschen Fahrer.

Sakhir - Die Formel 1* steht in den Startlöchern. Am Sonntag (20. März) beginnt mit dem Großen Preis von Bahrain die mit Spannung erwartete neue Saison. Auch in diesem Jahr greifen wieder zwei deutsche Fahrer ins Lenkrad. Sebastian Vettel geht bei Aston Martin in eine richtungsweisende Saison, Mick Schumacher will in seinem zweiten Jahr in der Formel 1 endlich angreifen und die ersten Punkte einfahren.

Wie stehen die Chancen für das deutsche Duo? Formel-1-Experte Christian Danner stellt für die beiden deutschen Piloten zwei komplett unterschiedliche Prognosen auf. Der langjährige RTL-Kommentator fällt ein vernichtendes Urteil für Sebastian Vettel. Mick Schumacher dagegen kann sich durchaus Chancen ausrechnen.

Formel 1: Experte fällt vernichtendes Vettel-Urteil - Mick Schumacher mit Chancen

Sebastian Vettel sei mit Aston Martin „genauso weit entfernt von einem Sieg wie im vergangenen Jahr“, sagte Christian Danner im AvD Motor & Sport Magazin bei Sport1. „Dass er jetzt die Top-Drei-Teams regelmäßig angreifen kann, glaube ich nicht.“ Vettel war im Vorjahr ein zweiter Platz in Baku gelungen, zweimal kam er als Fünfter ins Ziel, am Ende stand nur Rang zwölf in der Fahrer-WM. Spätestens 2026 will Aston Martin um die WM kämpfen.

Es werde „ein wichtiges Jahr“ für den Ex-Weltmeister, sagte Danner vor dem Start der Saison in Bahrain am kommenden Wochenende. „Es wird gemunkelt, dass er seine besten Jahre bereits hinter sich hat. In den letzten Jahren ist er nämlich nicht durch fahrerische Highlights aufgefallen, sondern durch Fehler“, so das knallharte Urteil des früheren Rennfahrers.

Sebastian Vettel: Ex-Weltmeister will mit Aston Martin zurück an die Spitze der Formel 1

Vettel wurde im Red Bull viermal in Folge Weltmeister der Formel 1, der letzte Titel liegt nun aber schon neun Jahre zurück. Nach seinem Scheitern im Ferrari suchte er einen Neuanfang bei Aston Martin. Für den 34-Jährigen und die Briten soll es nach dem enttäuschenden siebten Platz in der Konstrukteurs-WM deutlich weiter nach vorne gehen. Mit dem Luxemburger Mike Krack übernahm ein alter Bekannter den Rennstall, den neuen Teamchef kennt Vettel aus seiner Anfangszeit in der Formel 1 bei BMW-Sauber.

Wie lange Vettels Vertrag noch läuft, ist nicht bekannt, Gerüchten zufolge nur noch bis Saisonende. Vettel muss im zweiten Jahr liefern, der Druck steigt. Eigentümer Lawrence Stroll nennt ihn immerhin seinen „am besten bezahlten Angestellten“. Vettel kann durch das komplett neue Reglement in der Formel 1 alles gewinnen, aber auch viel verlieren.

Formel 1: Sebastian Vettel (li.) und Mick Schumacher vor dem Start in die neue Saison.
Formel 1: Sebastian Vettel (li.) und Mick Schumacher vor dem Start in die neue Saison. © Jerry Andre/Imago

Mick Schumacher kann „vorne mitfahren“ - erste Punkte in der Formel 1 winken

Deutlich geringer ist die Erwartungshaltung bei Mick Schumacher, der ebenfalls zu den großen Gewinnern der neuen Regeln werden könnte. Laut Formel-1-Experte Christian Danner habe Schumachers Haas-Team, im vergangenen Jahr klar am Ende des Feldes, deshalb Chancen.

Der neue Bolide sei „eine Kopie von Ferrari und rückt so von hinten in die Mitte, die enorm breit ist“, erklärte Danner. Schumacher könne unter Umständen „gerade in der ersten Saisonhälfte, wenn die Teams noch keine Updates haben, durchaus vorne mitfahren.“ Haas hatte die vergangene Saison komplett geopfert und sich sehr früh auf die Entwicklung des neuen Autos konzentriert. Ob sich der Schachzug auszahlt?

Mick Schumacher: Neuer Haas-Teamkollege - Formel-1-Zukunft schon bald bei Ferrari?

In Bahrain ließ Mick Schumacher bei den Testfahrten mit einem zweiten Platz aufhorchen. „Es geht darum, ob wir schnell sind oder nicht, und das ist das Positive daran - wir sind es!“, sagte Schumi junior hocherfreut. Der 22-Jährige sieht sich nach dem Rauswurf von Nikita Mazepin mit Kevin Magnussen einem neuen, erfahrenen Teamkollegen gegenüber - auch der Deutsche Nico Hülkenberg war ein Kandidat. „Kevin war ja nur ein Jahr raus und ist davor schon sehr lange Formel 1 gefahren. Ich persönlich weiß aber, was ich kann, daher schüchtert mich das nicht ein. Und ich denke, ich kann von ihm profitieren“, erklärte Schumacher.

Sollte Mick Schumacher den 29-jährigen Dänen, wie schon im Vorjahr Mazepin, im teaminternen Duell dominieren, wäre das eine klare Empfehlung für mehr. „Je besser dieses Jahr läuft, desto größer werden meine Möglichkeiten für die Zukunft sein“, sagte er. Schumi junior wird seit 2019 von der Ferrari-Academy gefördert. Die Italiener beliefern Haas zudem mit Motoren und Teilen. Mick ist seit dieser Saison sogar bei elf der 23 Rennen Ersatzfahrer der Scuderia. Ein Schumacher im roten Ferrari wäre der Traum aller Tifosi und deutschen Motorsport-Fans. Micks Ziel ist ohnehin klar: „Ich will der beste Fahrer werden, den es gibt.“ (ck) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

 

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