Triathlon-Olympia-Sieger

Es geht auch ohne Frodeno-Wetter

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Jan Frodeno zählt zu den besten deutschen Triathleten. 2008 konnte er bei den Olympischen Spielen in Peking Gold für Deutschland holen.

Hannover - Und nun die Wetteraussichten für die kommende Woche: sonnig, höchstens nachts ein paar Regentropfen, Höchstwerte um 26 Grad. „Frodeno-Wetter“ nennt das Jan Frodeno, der Triathlet.

Und weil Deutschland jetzt alles andere als Frodeno-Wetter bietet, ist er abgehauen – oder heimgekehrt, wenn man so will – nach Stellenbosch bei Kapstadt in Südafrika. Frodeno, heute 30, ist zwar gebürtiger Kölner, aber in Kapstadt aufgewachsen, ein begeisterter und guter Beachvolleyballer, Wellenreiter und Rettungsschwimmer geworden. Und ganz spät erst, als 19-Jähriger, Triathlet mit Blitzkarriere. 2002 in die Bundesliga, gleich deutscher „U 23“-Meister und bald im A-Nationalkader mit häufigen Podestplätzen. Besonders bei Frodeno-Wetter.

So wie bei den Olympischen Spielen in Peking 2008, als der Spezialist für die olympische Distanz (1500 Meter Schwimmen, 40 Kilometer auf dem Rad, 10 Kilometer Laufen) Gold holte (in 1:48:53,28 Stunden). „Es waren die härtesten Kilometer meines Lebens“, meinte er, nachdem er bei den Spielen in China im Schlussspurt den Favoriten weggerannt war.

2008 ist lange her. Frodenos Ergebnisse sind nun mal gut, mal mittel. Er hatte sich bis 2010 verschlissen: Burn-out, drohendes Karriereende. Aber im August qualifizierte er sich beim Weltcup in London auf der olympischen Strecke im Hyde Park für die Spiele 2012, obwohl es kalt war und in Strömen goss: „Gut zu wissen, dass es auch ohne Frodeno-Wetter geht.“ Träumt er wieder von einer Medaille? Die Trainingsfahrten auf dem Rad führen ihn dieser Tage jedenfalls regelmäßig ans Kap der guten Hoffnung.

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