Henin im Achtelfinale ausgeschieden

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Justin Henin ist im Achtelfinael der French Open ausgeschieden.

Paris - Frühes “Adieu“ für die kleine “Grande Dame“: Die viermalige Titelträgerin Justine Henin ist bei ihrem French-Open- Comeback schon im Achtelfinale ausgeschieden.

Die ehemalige Weltranglisten-Erste musste sich am Montag Vorjahres-Halbfinalistin Samantha Stosur aus Australien 6:2, 1:6, 4:6 geschlagen geben. Einen Tag vor ihrem 28. Geburtstag verpasste die Wallonin damit das erhoffte “Kracher“-Viertelfinale gegen Branchenführerin Serena Williams (USA), die sich locker gegen die Israelin Shahar Peer 6:2, 6:2 durchsetzte. Zudem riss Henins Serie von 24 Siegen nacheinander bei ihrem erklärten Lieblingsturnier. Bei ihrem letzten Auftritt am Bois de Boulogne 2007 - vor ihrer Auszeit - hatte die Wahl-Monegassin triumphiert und den Titel-Hattrick perfekt gemacht. Souverän weiter ist dagegen Herren-Topfavorit Rafael Nadal. Der viermalige Roland-Garros-Champion gewann 6:2, 7:5, 6:4 gegen den Brasilianer Thomaz Bellucci.

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“Das war mein bisher bestes Match in diesem Turnier. Ich konnte mich hier von Tag zu Tag steigern“, sagte der Weltranglisten-Zweite, der nun auf seinen spanischen Landsmann Nicolas Almagro trifft. “Natürlich ist das enttäuschend, aber ich wusste, wie schwierig es ist, auf diesem Level nach zwei Jahren zurückzukommen“, sagte “Juju“. So wird Henin von den französischen Fans liebevoll genannt. “Die Erwartungen, dass ich hier wieder gewinnen könnte, kamen vor allem von außen. Ich brauche noch etwas Zeit.“ Ein, zwei Tage will sich die Australian-Open-Finalistin, die erst seit fünf Monaten zurück auf der Tour ist, ausruhen und dann auf Wimbledon vorbereiten. Ein Triumph dort ist der noch unerfüllte Traum der siebenfachen Grand-Slam-Titel-Trägerin und Olympiasiegerin von 2004 in Athen. “2010 ist sicher noch zu früh, zu sagen, ich will dort gewinnen“, sagte sie.

Henin hatte die Weltranglisten-Siebte Stosur beim ersten Turniererfolg ihrer “zweiten Karriere“ in Stuttgart im Finale noch in drei Sätzen bezwingen können. Stosur - in dieser Sandplatz-Saison nun mit einer Matchbilanz von 15:2 - war bereits als Geheimfavoritin in das mit 16,8 Millionen dotierte Grand-Slam-Turnier gegangen. In einem Match für Tennis-Ästheten verwandelte die 26 Jahre alte frühere Doppelspezialistin, die für ihren Aufschlag und die dominante Vorhand gefürchtet wird, nach 1:46 Stunden ihren zweiten Matchball. Grund zum Jubeln hatte auch das österreichische Lager: Als erster Österreicher seit Thomas Muster 1998 zog Jürgen Melzer bei in Paris in die Runde der besten Acht ein. Der Weltranglisten-27. besiegte den russischen Qualifikanten Teimuras Gabaschwili 7:6 (8:6), 4:6, 6:1, 6:4. Im ersten Grand-Slam-Viertelfinale seiner Karriere trifft der 29-Jährige nun auf den Weltranglisten-Dritten Novak Djokovic aus Serbien. “Das ist ein ganz spezielles Gefühl. Ich glaube, dass sich jetzt in Österreich wieder mehr Leute für Tennis interessieren“, sagte Melzer. Letzter Österreicher unter den besten Acht bei einem Grand-Slam-Turnier war 2002 Stefan Koubek bei den Australian Open.

dpa

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