Titel gewonnen

Japanerin Ando ist Weltmeisterin im Eiskunstlauf

- Die 17-jährige Sarah Hecken hat nach einer Eiskunstlaufsaison der Krankheiten und Verletzungen einen guten Abschluss hingelegt. Mit nur einem kleinen Fehler beim Rittberger wurde sie Elfte der WM. Die Japanerin Ando lief aber in einer anderen Liga.

Die Japanerin Miki Ando hat zum Abschluss der Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften in Moskau zum zweiten Mal den Titel gewonnen und Olympiasiegerin Kim Yu-Na eine Niederlage zugefügt. Die 23-Jährige siegte am Samstag vor 14.000 Zuschauern im ausverkauften Megasport-Eispalast von Moskau mit 195,79 Punkten. Als Preisgeld kassierte die Asiatin 45.000 US-Dollar (30 386 Euro).

„Wir durchleben sehr harte Zeiten in Japan, ich hoffe, dass ich mit meinen Vorführungen einige Landsleute erfreuen konnte“, sagte Ando. Die WM war nach dem Erdbeben vor einem Monat in Tokio verlegt worden. Silber ging an die Südkoreanerin Kim (194,50) vor Carolina Kostner (184,68) aus Italien.

Die 17 Jahre alte dreimalige deutsche Meisterin Sarah Hecken beendete die Titelkämpfe auf einem respektablen elften Rang und damit einen Platz besser als im Vorjahr. Die Mannheimerin erhielt 155,83 Punkte, einzig ihr Sturz beim dreifachen Rittberger verhinderte eine bessere Platzierung. „Der hat uns vier Punkte gekostet, sonst wäre es sensationell gewesen“, befand Trainer Peter Sczypa. Lediglich ein halber Punkt fehlte zu Rang zehn, der bei der WM 2012 in Nizza zwei deutsche Startplätze bedeutet hätte. „Sie ist stabiler als im letzten Jahr und trotz des Fehlers gut bewertet worden“, sagte der Trainer.

Hecken war hochzufrieden und jubelte ausgelassen nach ihrer Vorstellung. „In beiden Programmen bin ich hier Saisonbestleistungen gelaufen“, stellte sie fest. Besonders nach vorn gebracht hat die passionierte Springerin die Arbeit mit einem italienischen Choreographen, die nun intensiviert werden soll. Über Pfingsten fährt sie für drei Wochen in die Dolomiten und wird dort mit dem Experten an neuen Programmen arbeiten. „Bisher haben wir immer nur ein paar Tage an der Choreographie gearbeitet, das wollen wir jetzt richtig angehen“, kündigte ihr polnischer Trainer Sczypa an.

Auf Kims Auftritte in der russischen Hauptstadt waren die Eislauf- Fans gespannt gewesen. Nach dem Wechsel vom Kanadier Brian Orser zu Peter Oppegard nach Los Angeles in die Trainingshalle der fünfmaligen Weltmeisterin Michelle Kwan bestritt die Asiatin ihren ersten Wettkampf nach dem Olympiasieg. Doch ohne Wettkampfroutine patzte sie bei den Sprüngen - ein einfacher Flip und eine verwackelte Kombination bedeuteten Rang zwei, auch wenn die charismatische Kim von der Jury hohe Noten für ihre Ausstrahlung bekam.

Ganz anders dagegen die geschmeidige Ando, die einen perfekten Wettkampf bestritt. Zu Piano-Klängen brillierte sie mit einer schönen Eingangskombination aus Dreifach-Lutz/Doppel-Rittberger und kam ohne gravierende Patzer durch die Vier-Minuten-Kür.

dpa

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