Huck neuer WBO-Weltmeister im Cruisergewicht

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Marco Huck aus Bielefeld besiegte seinen Gegner Victor Emilio Ramirez (Argentinien).

Halle/Westfalen - Sieg nach Punkten: Cruisergewichtler Marco Huck (24) ist neuer Weltmeister der World Boxing Organization (WBO).

Update vom 18. November 2016: Premiere für Marco Huck: Erstmals muss der Boxer seinen Titel im Cruisergewicht verteidigen. Sein Gegner: Dymtro Kucher. So sehen Sie den Kampf am Samstag live im TV und Live-Stream.

Update vom 26. Februar 2016: Der entthronte WBO-Weltmeister Marco Huck nimmt einen neuen Anlauf in Richtung WM-Titel. Am Samstag boxt Huck in Halle (NRW) gegen den Briten Ola Afolabi um den Titel des weniger bedeutenden Verbandes IBO im Cruisergewicht. Wir haben bereits zusammengefasst, wie Sie den Kampf Marco Huck gegen Ola Afolabi live im TV und im Live-Stream sehen können.

Im wichtigsten Kampf seines Lebens hat Cruisergewichtler Marco Huck erstmals den Weltmeistergürtel der World Boxing Organization (WBO) erobert. Der Europameister bezwang im westfälischen Halle den Argentinier Victor Emilio Ramirez am späten Samstagabend klar nach Punkten (116:111, 116:111, 115:112). “Ich kann es noch gar nicht fassen“, sagte der 24 Jahre alte Profi vor 4600 Zuschauern im ausverkauften Gerry-Weber-Stadion. “Ich habe schon so viele Kämpfe gemacht, aber ich habe noch nie gegen jemanden geboxt, der so hart schlagen kann.“

Zwischen beiden Kontrahenten entwickelte sich ein ausgeglichener Kampf, dessen klares Ergebnis das Publikum überraschte: “116:111 ist deutlicher, als es eigentlich war. Ich habe den Kampf enger gesehen“, sagte Box-Experte Henry Maske. Der entthronte Ramirez verlies nach der Ergebnis-Verkündung wütend den Ring. Der unfaire Abgang erklärt sich wohl auch damit, dass der bis zum Schlussgong kämpfende Argentinier selbst mit einem knappen Sieg gerechnet hatte.

Im Stile eines Herausforderers hatte Ramirez den Fight geführt und immer wieder harte Attacken gestartet, die Huck aber konterte. “Ich habe mein Leben auf diese Chance ausgerichtet“, sagte der Deutsche. Seinen ersten WM-Fight hatte Huck im Dezember 2007 gegen den Amerikaner Steve Cunningham durch technischen K.o. in der letzten Runde verloren.

“Marco hat einen tollen Kampf gemacht“, lobte Trainer Ulli Wegner. “Er hat in den letzten beiden Jahren viel gelernt und heute gezeigt, was in ihm steckt. Gegen so einen robusten Mann muss ich ihm ein großes Lob aussprechen, denn wir wussten, dass er Ramirez nicht niederringen kann.“

Huck gewann 26 seiner 27 Profi-Kämpfe, 20 sogar vorzeitig. “Ich freue mich, einen weiteren Weltmeister in unserem Team zu haben“, sagte Promoter Wilfried Sauerland. “Er hat die taktische Linie konsequent durchgezogen und wird uns als Weltmeister noch viel Freude bereiten.“

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