Erster Mavs-Sieg

Nowitzki und Co. erleichtert

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Die Dallas Mavericks konnten nach den ersten drei Niederlagen in dieser Saison endlich den ersten Sieg erringen.

Dallas - Es geht langsam aufwärts für Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks. Nach der Niederlage in letzter Sekunde gegen Oklahoma City feierte der NBA-Meister gegen Toronto im vierten Spiel den ersten Sieg. Deutschlands Sportler des Jahres reichte eine ordentliche Leistung.

Die letzten drei Minuten beim ersehnten ersten Saisonerfolg verfolgte Dirk Nowitzki mit einem Handtuch um die Schultern auf der Bank. Nach drei Pleiten zum NBA-Auftakt schafften die Dallas Mavericks gegen die Toronto Raptors einen 99:86 (50:46)-Sieg und schonten ihren deutschen Basketball-Superstar in der Schlussphase.

Die Erleichterung bei den Texanern war groß, jedoch kein Anlass für eine verfrühte Silvestersause in der Kabine. „Es gab überhaupt keine Jubelfeier", berichtete Jason Terry, der mit 17 Punkten neben Nowitzki (18) und Center Ian Mahinmi (19) am Freitag (Ortszeit) wichtigster Spieler war. „Wir wussten, dass es irgendwann passieren würde. Es war nur eine Frage der Zeit. Jetzt da wir wissen, wie wir spielen müssen, sind wir ein selbstbewusstes Team."

An die gute Leistung bei der knappen Niederlage gegen die Oklahoma City Thunder am Vortag knüpfte Dallas jedoch nur phasenweise an und erlaubte sich immer wieder Aussetzer. Angeführt vom Italiener Andrea Bargnani, der mit 30 Punkten bester Werfer war, gingen die Kanadier im dritten Viertel nach einem 14:0-Lauf mit 68:61 in Führung.

Wie beim Finaltriumph über die Miami Heat deutete dann jedoch erneut Mahinmi an, dass er den Verlust von Center Tyson Chandler zumindest offensiv kompensieren könnte. Der Franzose traf in 29 Minuten alle sechs Wurfversuche aus dem Feld und zeigte eine engagierte Vorstellung, die Startingcenter Brendan Haywood manchmal vermissen lässt. „Ich weiß, dass es die meisten Punkte seiner Karriere waren, aber in den letzten beiden Nächten hat er uns wirklich einen hohen Level an Energie gegeben", sagte Mavs-Coach Rick Carlisle, der sich über 56 Zähler seiner Bankspieler freuen durfte.

Dazu steuerte Neuzugang Lamar Odom allerdings nur drei Punkte bei und wirkte erneut wie ein Fremdkörper im Dallas-Team. Mit einem speziellen Trainingsplan will Carlisle den Forward, der in den ersten vier Partien eine miserable Feldwurfquote von 13 Prozent aufwies, für die auf 66 Spiele verkürzte Saison fit machen. „Er war konditionell hinterher, als er hier ankam. Aber wir werden ihn dazu bringen aufzuholen", meinte der Trainer.

Einen perfekten Start mit vier Siegen legte Vizemeister Miami hin, hatte beim 103:101 (51:53) über die Minnesota Timberwolves aber deutliche Mühe. An seinem 27. Geburtstag überzeugte Superstar LeBron James mit 34 Punkten, zehn Assists, acht Rebounds und vier Steals. Die erste Niederlage nach zwei Erfolgen musste Chris Kaman mit den New Orleans Hornets hinnehmen. Der deutsche Nationalcenter kam beim 78:93 (45:52) gegen die Phoenix Suns nur auf vier Zähler.

dpa

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