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Drama um Weltmeister-Pferd: Allstar B wird eingeschläfert

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Von: Christian Stör

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Allstar B
Vielseitigkeitsreiterin Rosalind Canter aus Großbritannien auf Allstar B beim Geländeritt. © Uwe Anspach/dpa

Das beim CHIO in Aachen verunglückte Vielseitigkeitspferd Allstar B ist tot. 

Aachen - Der Reitsport hat mal wieder einen Todesfall zu beklagen. Beim CHIO in Aachen verletzte sich das Weltmeister-Pferd Allstar B der Britin Rosalind Canter so schwer, dass es eingeschläfert werden musste – „auf tierärztlichen Rat“, wie es in einer offiziellen Mitteilung hieß.

Allstar B war beim Geländeritt in der Vielseitigkeit mit seinem linken Vorderbein unglücklich an ein Hindernis geschlagen und konnte danach nicht mehr auftreten. Das Weltmeister-Pferd, das nicht einmal gestürzt war, wurde anschließend sofort in eine Tierklinik gebracht, wo ihm aber nicht mehr geholfen werden konnte. Auch eine Operation hätte das Pferd nicht mehr retten können. Seine britische Reiterin Rosalind Canter und die Mitbesitzerin Caroline Moore entschieden noch am Samstag (2. Juli), den 17-jährigen Hengst einschläfern zu lassen.

CHIO in Aachen: Pferd muss eingeschläfert werden

„Es gibt keine Worte für die Liebe und den Respekt, den ich für Alby empfinde“, sagte Canter in einer CHIO-Mitteilung. „Er hat eine große Rolle beim Aufbau meiner Karriere gespielt und wird von vielen vermisst werden.“ Sie war mit Allstar B unter anderem Doppel-Weltmeisterin 2018 in Tryon geworden.

Der Reitsport steht immer wieder in der Kritik. Auch bei den Olympischen Spielen in Tokio hatte sich ein Pferd während des Geländeritts schwer verletzt und musste im Krankenhaus eingeschläfert werden.

Für viel Wirbel hatte damals auch der Auftritt von Annika Schleu im Modernen Fünfkampf gesorgt. Die deutsche Athletin hatte große Probleme mit dem ihr zugelosten Pferd Saint Boy, woraufhin sie auf Rat von Bundestrainerin Kim Raisner mehrere Male mit der Gerte auf das Pferd einschlagen hatte. Schnell wurden Vorwürfe der Tierquälerei, auch generell im Reitsport, laut. (cs/dpa)

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