French Open in Paris

Nach Kraftakt: Nadal erreicht zweite Runde - auch zwei Deutsche weiter

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Mit Mühe in die zweite Runde: Rafael Nadal gewinnt sein Auftaktmatch bei den French Open.

Rafael Nadal hat sich in seinem ersten Match bei den French Open 2018 strecken müssen. Mit Jan-Lennard Struff und Maximilian Marterer stehen auch zwei weitere DTB-Profis Runde zwei.

Paris - Superstar Rafael Nadal hat bei den French Open im Nachsitzen und mit unerwarteter Mühe die zweite Runde erreicht. Der spanische Weltranglistenerste, der in diesem Jahr seinen elften Triumph in Paris anstrebt, gewann sein am Montagabend beim Stand von 0:3 im dritten Durchgang unterbrochenes Auftaktmatch gegen den Italiener Simone Bolelli 6:4, 6:3, 7:6 (11:9).

Allerdings war Nadal gegen die als Lucky Loser ins Hauptfeld gerutschte Nummer 129 der Welt deutlich mehr gefordert als erwartet. Im zweiten und im dritten Satz hatte der 16-malige Grand-Slam-Sieger jeweils mit Break zurückgelegen. Auch nach der Wiederaufnahme am Dienstag musste der beim Titelgewinn im Vorjahr ohne Satzverlust gebliebene Nadal mehrere knifflige Momente überstehen.

Nadal wehrt vier Satzbälle ab

Unter anderem wehrte Nadal im Tiebreak des dritten Satzes vier Satzbälle ab, hatte zuvor bereits beim Stand von 3:4 vier Breakbälle gegen sich. Am Ende bewies der Rekordsieger von Roland Garros aber Nervenstärke. Insgesamt dauerte das Match am Montag und Dienstag 2:57 Stunden.

Vor Nadal hatte am Dienstag auf dem Court Philippe Chatrier der an Nummer drei gesetzte Marin Cilic seine Auftakthürde ohne Probleme genommen. Der Australian-Open-Finalist aus Kroatien bezwang den Australier James Duckworth mit 6:3, 7:5, 7:6 (7:4).

Durchgesetzt: Marin Cilic behauptet sich in Paris in Runde eins.

Struff und Marterer erreichen zweite Runde

Auch Davis-Cup-Spieler Jan-Lennard Struff und der Nürnberger Maximilian Marterer sind in die zweite Runde eingezogen. Der Sauerländer Struff gewann am Dienstag in Paris souverän 6:1, 6:3, 6:0 gegen den Russen Jewgeni Donskoi. Nach nur 1:20 Stunden beendete Struff mit einer Vorhand das einseitige Match, das nach dem zweiten Satz wegen Regens unterbrochen war. Vor fünf Jahren war er Donskoi an gleicher Stelle noch in der ersten Runde unterlegen. Sein nächster Gegner ist am Donnerstag der Amerikaner Steve Johnson oder der Franzose Adrian Mannarino.

Marterer machte wenig später den 6:1, 6:3, 7:5-Erfolg über den Amerikaner Ryan Harrison perfekt und zog erstmals in die zweite Runde von Paris ein. Gegner ist dort der kanadische Nachwuchs-Star Denis Shapovalov. Zuvor hatte der Hamburger Alexander Zverev die zweite Runde erreicht.

Witthöft muss die Koffer packen

Carina Witthöft schied nach einer enttäuschenden Vorstellung gleich in der ersten Runde aus. Die Hamburgerin verlor 4:6, 2:6 gegen die Französin Fiona Ferro, die nur dank einer Wildcard im Hauptfeld steht und lediglich die Nummer 257 der Weltrangliste ist. Am Montag waren bereits Laura Siegemund und Tatjana Maria gescheitert, Andrea Petkovic erreichte die zweite Runde. Insgesamt sind bisher sechs von 15 deutschen Startern ausgeschieden, vier kamen weiter.

Derweil verhinderte die zweimalige Siegerin Maria Scharapowa ein überraschendes Erstrunden-Aus in Paris. Nach einem 0:3-Rückstand im dritten Satz setzte sich die frühere Nummer eins der Welt am Dienstag noch mit 6:1, 4:6, 6:3 gegen die niederländische Qualifikantin Richel Hogenkamp durch. Scharapowa war allerdings weit von der Form entfernt, in der die Russin 2012 und 2014 in Paris den Titel holte. Die 31-Jährige musste danach eine Sperre wegen eines Dopingverstoßes verbüßen.

sid, dpa

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