Eishockey-Playoffs

Rallye-Auto auf dem Eis kostet Wolfsburg fast den Sieg

- Eine Autopanne hat dem EHC Wolfsburg beinahe den Sieg in den Playoffs der Eishockey-Liga DEL gekostet. Bei einer Showeinlage während der Drittelpause beschädigte ein Rallye-Auto das Eis so stark, dass die Partie 106 Minuten unterbrochen werden musste.

Die unfassbare Auto-Panne von Wolfsburg hat den Liga- Verband auf den Plan gerufen: Die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) kündigte nach dem Eklat beim Start der Playoff-Viertelfinals ein Ermittlungsverfahren und eine Geldstrafe gegen den EHC Wolfsburg an. Der 4:2-Sieg der Niedersachsen gegen die DEG Metro Stars bleibt laut Liga-Chef Gernot Tripcke aber bestehen.

Als „sehr ärgerlich, sehr peinlich“, bezeichnete Tripcke am Mittwoch den Vorfall in der ersten Drittelpause. Ein Rallye-Auto mit Spikes hatte das Eis bei seinen Manövern so beschädigt, dass die Partie erst nach 106-minütiger Unterbrechung fortgesetzt werden konnte. Eine Entscheidung kündigte Tripcke für die kommende Woche an.

Wolfsburg kam nach der 3:0-Führung total aus dem Rhythmus. „Wir hatten alles gut im Griff. Leider hat uns der VW Touareg dann ausgebremst“, sagte Stürmer Andreas Morcizinietz. Volkswagen- Motorsport wies am Mittwoch jegliche Schuld zurück und bestritt, dass der Wagen nur auf das Eis gefahren und dort abgestellt werden sollte.

„Es war ein abgesprochenes Manöver, und der Fahrer hat sich genau an die Anweisungen gehalten“, sagte Marketing-Chef Stefan Moser und nahm Pilot Timo Gottschalk in Schutz, der als Beifahrer die Rallye Dakar in Südamerika bestritt. Moser betonte, es habe bereits zwei vergleichbare Einlagen gegeben, die zur Zufriedenheit des Veranstalters verlaufen wären. Wolfsburgs Manager Karl-Heinz Fliegauf beteuerte, der Verein könne nichts für die Geschichte.

Die Düsseldorfer Verlierer reagierten äußerst fair, Stürmer Patrick Reimer wollte das Eis oder die Zwangspause nicht als Entschuldigung gelten lassen. Nationalspieler Korbinian Holzer hatte einen Sieg am Grünen Tisch abgelehnt: „Wir wollten die sportlich schlagen. Sonst hätte es natürlich einen bitteren Beigeschmack.“

dpa

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