Transfercoup

Schalke bestätigt Rückkehr von Kolasinac

Rückholaktion
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Der FC Schalke 04 holt Sead Kolasinac (r) aus London zurück. Foto: Nick Potts/PA Wire/dpa

Linksverteidiger Kolasinac vom FC Arsenal kehrt zum FC Schalke 04 zurück. Er könnte die erhoffte Verstärkung auf der Außenbahn sein. Aber reicht das?

Gelsenkirchen (dpa) - Dem FC Schalke 04 ist mit der Rückholaktion von Sead Kolasinac kurz vor der Jahreswende ein Überraschungscoup gelungen. Der Fußball-Bundesligist bestätigte, dass der 27 Jahre alte Defensivspieler vom FC Arsenal auf Leihbasis bis zum Saisonende verpflichtet wurde.

Der Linksverteidiger, der bereits von 2011 bis 2017 für Schalke gespielt hatte, unterschrieb nach seinem Medizincheck in Gelsenkirchen den neuen Vertrag bis Juni 2021. Zuvor hatten mehrere Medien über den Transfer berichtet.

«Wir haben intensiv an der Rückkehr von Sead Kolasinac gearbeitet und sind richtig stolz, dass mit ihm ein echter Schalker Junge heimkehrt», sagte Sportvorstand Jochen Schneider in einer Mitteilung. «Sead verkörpert genau die Werte, die Schalke 04 auszeichnen und die im Kampf um den Klassenerhalt elementar sind: ein unbändiger Wille und ein starker Charakter.»

Er sei «froh und stolz, ab sofort wieder das Trikot des FC Schalke 04 tragen zu dürfen», sagte Kolasinac. «Der Verein befindet sich derzeit in einer ganz schwierigen Situation. In den kommenden Wochen und Monaten möchte ich meinen Beitrag dazu leisten, dass wir so viele Punkte wie möglich holen. Gemeinsam werden wir den Klassenerhalt schaffen - davon bin ich zu 100 Prozent überzeugt.» Die Rückkehr sei für ihn «eine absolute Herzensangelegenheit».

Mit dem Nationalspieler von Bosnien-Herzegowina bekommt der neue Schalke-Trainer Christian Gross die erhoffte Verstärkung. Kolasinac erhält die Trikot-Nummer 20 uns soll dem Vernehmen nach sogar die Kapitänsbinde von Omar Mascarell übernehmen. Gross hatte sich trotz der finanziell angespannten Lage beim Tabellen-Letzten Winter-Zugänge gewünscht.

Gross sieht vor allem auf den defensiven und offensiven Außenbahnen Handlungsbedarf. Auf der von Kolasinac bevorzugten linken Abwehrseite hat Schalke zu Bastian Oczipka praktisch keine Alternative. Hamza Mendyl konnte seine Bundesligatauglichkeit noch nicht nachweisen. Insofern ergibt die Rückkehr des einstigen Publikumslieblings Sinn. Zudem erhofft sich Schalke einen Stimmungsumschwung. Gesucht wird auch noch ein Rechtsverteidiger, zumal Kilian Ludewig nach einer Fuß-Operation lange ausfällt.

Kolasinac war seit längerem unzufrieden in London, wo er noch einen Vertrag bis 2022 besitzt. Verletzungsbedingt und wegen einer Covid-19-Erkrankung kam er in der laufenden Premier-League-Saison nur einmal am zweiten Spieltag zum Einsatz. Dazu absolvierte er einige Spiele in der Europa League.

In Gelsenkirchen war er bis zu seinem Wechsel 2017 bei den Fans äußerst beliebt. In 94 Bundesliga-Spielen gelangen ihm vier Tore, und aus seinem Gefühl für Schalke machte er nie einen Hehl. Nicht ganz einfach wird die Finanzierung des Deals sein. Kolasinac muss sicher auf große Teile seines üppigen Gehalts verzichten. Laut «Bild» muss Schalke rund 2,4 Millionen Euro an Arsenal für ein halbes Jahr überweisen.

Kolasinac kann nach den DFL-Bestimmungen für die Transferphase im Winter frühestens bei der Heim-Premiere von Gross am 9. Januar gegen Hoffenheim wieder für Schalke auflaufen. Zunächst muss der Revierclub im neuen Jahr am Samstag (18.30 Uhr) bei Hertha BSC ran.

© dpa-infocom, dpa:201231-99-859427/5

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