Dressurpferd Totilas

Schockemöhle sucht Reiter für sein Wunderpferd

- Verkauf des Reitrechts zur Refinanzierung des Kaufpreises: Paul Schockemöhle sucht einen Reiter für seinen Millionen-Hengst Totilas. Bundestrainer Holger Schmezer sieht in Anbetracht der finanziellen Beteiligung nur einen begrenzten Kreis möglicher Reiter.

Die Suche nach einem Reiter für das Millionen-Pferd Totilas von Paul Schockemöhle läuft ohne den Bundestrainer und den Dressurausschuss. „Das ist Privatsache von Herrn Schockemöhle“, sagte Bundestrainer Holger Schmezer am Freitag. Der Ausschuss-Vorsitzende Klaus Roeser erklärte: „Das ist allein Sache des Pferdebesitzers. Der hat aber angedeutet, dass er eine Lösung sucht, die auch dem Dressur-Ausschuss gefällt.“

Schockemöhle hatte am Dienstag den Kauf des niederländischen Hengstes bestätigt, der in der Dressur-Szene als „Wunderpferd“ gilt. Bei der WM in den USA hatte der Niederländer Edward Gal mit Totilas die drei möglichen Titel gewonnen.

Für Roeser ist die Situation pikant, denn der Ausschuss-Vorsitzende ist leitender Angestellter bei Schockemöhle. „Klar spricht man mal darüber, aber die Entscheidung fällt er allein“, sagte Roeser. Er sehe vier bis fünf Kandidaten, die in der Lage wären, das Pferd erfolgreich zu reiten. Der Bundestrainer sagte dazu: „Wenn es abhängig ist von einer finanziellen Beteiligung, dann bleibt der Kreis sehr klein.“

Schockemöhle hatte erklärt, dass der Verkauf des Reitrechtes zur Refinanzierung des Kaufpreises dienen könne. Totilas soll mehr als zehn Millionen Euro gekostet haben. Die ehemalige Sporthilfe-Vorsitzende Ann Kathrin Linsenhoff hat Gerüchte dementiert, dass sie die Sportrechte an dem Pferd für ihren Stiefsohn Matthias Alexander Rath erworben hat. Es habe auch noch keine Gespräche mit Schockemöhle über Rath als möglichen Reiter gegeben. Rath war auf seiner Internetseite bereits von niederländischen Pferdesport-Fans beschimpft worden.

dpa

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