Stimmen zum Großen Preis von Italien

Formel 1: Vettels Auto brennt - Fahrer kann sich nach Rennen Seitenhieb gegen Ferrari nicht verkneifen

Sebastian Vettel aus Deutschland vom Team Scuderia Ferrari spaziert auf der Rennstrecke von Monza.
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Ferrari-Pilot Sebastian Vettel erlebte ein katastrophales Qualifying und flog in Monza früh aus dem Rennen.

Was für ein verrücktes Rennen in Monza. Seriensieger Lewis Hamilton landete nur auf Platz sieben, Pierre Gasly holte überraschend den Sieg und Vettel schied früh aus. Die Stimmen zum Rennen.

  • Beim Großen Preis von Italien* gab es ausnahmsweise keine Favoriten-Siege.
  • Serien-Sieger Lewis Hamilton rutschte ab, stattdessen holte Pierre Gasly den Sieg.
  • Sebastian Vettel* und Ferrari-Teamkollege Charles Leclerc erlebten erneut einen Alptraum.

Monza - Beim achten Rennen der laufenden Formel-1-Saison* im italienischen Monza kam es zu einem äußerst überraschenden Endergebnis. Die zuletzt äußerst erfolgreichen Piloten Lewis Hamilton und Valtteri Bottas vom Mercedes*-Team landeten nicht einmal auf dem Podium. Stattdessen gewann der Franzose Pierre Gasly vom italienischen Rennstall Alpha Tauri* das Rennen, Carlos Sainz wurde zweiter, hinter ihm kam der Kanadier Lance Stroll mit aufs Treppchen.

Beide Ferrari*-Piloten taten sich erneut sehr schwer: erst explodierte Sebastian Vettels Bremsleistung und der Deutsche musste sein Rennen beenden, kurze Zeit später musste Teamkollege Charles Leclerc nach einem heftigen Crash früh von der Fahrbahn.
Die Stimmen zum Rennen:

Sebastian Vettel (Ferrari) über...

...die Explosion seiner Bremsleitung und dem Aus im Rennen: „Ich weiß auch nicht weiter. Schlimmer geht immer dieses Jahr, aber was soll ich machen? Es nervt einfach. Es bleibt nichts anderes übrig, als weiterzumachen.

...die Suche nach dem Verantwortlichen für die Misere: „Der Drops ist gelutscht, das wird dieses Jahr schwer für uns. Und im nächsten Jahr betrifft es mich nicht mehr. Ich versuche, meine Aufgabe bis zum Ende des Jahres zu erfüllen.“

...den Frust nach einem solchen Renntag (und einen Seitenhieb gegen Ferrari): „Ich würde nicht sagen, dass es frustrierend ist, es nervt einfach. Der Spaßfaktor ist nicht auf dem Höhepunkt gerade. Am Dienstag bin ich jetzt erstmal im Simulator, das Auto hält wenigstens (mit einem Grinsen).“

...die Probleme mit dem Wagen: „Es hatte sich früh angekündigt, dass wir an den hinteren Bremsleitungen Probleme hatten, da habe ich noch versucht, das Auto zu schonen. Aber dann hatte ich beim Anbremsen in die erste Kurve gar keinen Bremsdruck mehr. Gott sei Dank ist es dort passiert, wo viel Auslauf ist. In einer anderen Ecke wäre es nicht lustig gewesen.“

Mattia Binotto (Teamchef Ferrari) über...

...das Renn-Wochenende in Monza: „Das ist der schlimmste Ausgang eines verkorksten Wochenendes. Wir müssen nach vorne schauen. Spa und Monza waren wahrscheinlich die schlimmsten Rennen für uns. Wir müssen nach vorne schauen und unsere Lektion lernen“

...das Heim-Rennen in Italien: „Es ist sehr schwer, es ist der italienische Grand Prix. Für uns ist es wichtig, hier eine gute Performance abzulegen.“

Lewis Hamilton (Mercedes) über...

...seine Stop-and-Go-Strafe: „Es ist was es ist. Es gab Schilder, die besagten, dass die Gasse geschlossen war und ich sie nicht gesehen habe, also ist es meine Schuld.“

...seine Aufholjagd von Platz 15 bis 7: „Definitiv habe ich alles gegeben. Aber ich bin wirklich sehr dankbar für die Punkte, die ich am Ende bekommen habe.“

Pierre Gasly (Alpha Tauri) über...

...seinen sensationellen Sieg: „Unglaublich, ich weiß noch nicht, ob ich das schon realisiere. Es war so ein verrücktes Rennen. Ich komme damit noch gar nicht richtig klar, ich habe keine Worte.“

...den Sieg eines italienischen Teams in Monza: „Ich habe keine Worte. Dieses Team hat so viel für mich getan, sie haben mir die Chance in der Formel 1 gegeben, dann kam das erste Podium, dann der erste Sieg. Es ist verrückt und ich bin so glücklich.

...den ersten Sieg eines Franzosen seit Olivier Panis 1996: „ich habe immer gesagt, dass ich das in der Formel 1 ändern muss. Es ist so lange her, aber ich habe nicht erwartet, dass es so schnell passiert.“

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Am kommenden Wochenende geht es für Ferrari im Wohnzimmer weiter. Ob es dort die nächste Blamage gibt? Beim Rennen in Mugello erwartet Sebastian Vettel* zwar nicht viel und gibt sich dabei vor allem zynisch*. Dass es beim Ferrari-Jubiläum kein gutes Ende geben würde, war vor dem Mugello-Rennen bei der Scuderia klar. Trotzdem giftete Mattia Binotto gegen seine Fahrer.

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