Basketball

UBC Tigers haben nächsten Aufstieg im Visier

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- Die erste Bundesligasaison der UBC Tigers ist seit einer Woche Geschichte, doch am kommenden Wochenende es wird noch einmal richtig spannend.

Dann entscheidet die Ligaführung über die Besetzung der 2. Liga ProA – und die „Tigers“ haben gute Chancen, den siebten Aufstieg in Folge zu schaffen. Aufstieg trotz Platz 10 in der 2. Liga ProB? Das klingt auf den ersten Blick kurios. Doch das sportliche Abschneiden ist im Basketball nicht alles, bewertet werden nach einem komplizierten und neuen Punktesystem auch Etat und Halle, und in dieser Hinsicht besitzen die UBC Tigers die besten Voraussetzungen.

Ihre Hausaufgaben haben die beiden Vorstandsvorsitzenden Michael und Markus Goch sowie Manager David Arigbabu gemacht: Sie reichten Lizenzunterlagen für die ProA – im Fußball würde man sagen 2. Liga – und ProB (vergleichbar mit der 3. Liga) ein. Schafft der UBC am grünen Tisch den Sprung nach oben, wäre er nur noch einen einzigen Schritt vom erklärten Ziel entfernt. Und das lautet weiter mutig und optimistisch: 2011 soll es Erstliga-Basketball in Hannover geben.

Ein Aufstieg hätte für die Tigers weitreichende Folgen, aber die Goch-Brüder und Arigbabu sind sich sicher, dafür gewappnet zu sein. „Die 4.500 Zuschauer in der AWD-Hall im Spiel gegen Osnabrück im März waren für uns eine Initialzündung“, sagt Markus Goch. „Da ist das Potenzial durchgeblitzt, das Basketball in Hannover hat.“Sponsoren und Sportfans sind neugierig geworden auf die Tigers, die mehr als nur guten Sport zeigen wollen. „Die Leute wollen eine gute Show haben, und wir wollen ihnen ein Event präsentieren“, sagt Markus Goch. Nach seiner Einschätzung hatten bei den vergangenen Heimspielen „75 Prozent der Fans vorher nichts mit Basketball am Hut“; für ihn ein Beweis, dass die Tigers es schaffen, die Sportinteressierten in der Stadt zu begeistern.

Bekommt der UBC die Lizenz für die 2. Liga, wäre ein Umzug von der Uni-Halle in die AWD-Hall die Folge – und zwar nicht für ein Spiel, sondern für alle Heimspiele. „1.500 Zuschauer müssen wir dort haben, um überleben zu können“, sagt Arigbabu. Bleiben die Tigers drittklassig, ist angedacht, den Versuch in der AWD-Hall dreimal zu wiederholen.

Der Etat müsste bei einem Aufstieg auf 400.000 Euro aufgestockt werden. Und der Kader bekäme ein neues Gesicht. Während in der 2. Liga ProB nur zwei Ausländer erlaubt sind, wären es eine Klasse höher sechs Ausländer. Die Kunst wäre dann, aus der Masse die Richtigen auszuwählen. „Pro Saison bekommen wir 1000 Spieler angeboten“, sagt Trainer Michael Goch: „Was wir im Aufstiegsfall brauchen, wäre ein glückliches Händchen.“ Wer sechsmal in Folge aufgestiegen ist, kann von sich behaupten, das bislang immer gehabt zu haben.

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