Deutscher Radrennstall

Tour de France 2020: Teamchef Denk über die Verlängerung von Bora und hansgrohe - „Haben Großes vor“

„Es macht mich stolz“: Ralph Denk, Chef des Radteams Bora-hansgrohe, spricht nach der Vertrags-Verlängerung über die aktuelle Tour de France - und weitere Ziele.

  • Pünktlich zum Start der Tour de France hat der deutsche Raublinger Radrennstall Planungssicherheit bis 2024.
  • Die beiden Hauptsponsoren einigten sich mit dem Team von Ralph Denk auf eine vorzeitige Verlängerung ihrer
    Verträge.
  • Im Interview spricht Denk darüber, wie er das bewertet und wie es jetzt weitergeht.

Die 107. Tour* war noch gar nicht ins Rollen gekommen, da konnte der Raublinger Rennstall* schon mit der ersten Erfolgsmeldung aufwarten. Die beiden Hauptsponsoren Bora (Küchenhersteller aus Raubling) und hans­grohe (Sanitärtechnik) verlängerten ihre Verträge bis 2024. Während zahlreiche andere Teams ums Überleben kämpfen*, scheint der seit Jahren aufstrebende Bora-hansgrohe-Rennstall weiter in die Offensive zu gehen. Wir sprachen mit ­Ralph Denk (46), Gründer und Manager des Teams.

Herr Denk, wie bewerten Sie die Verlängerung?

Denk: Wir haben sehr vertrauensvolle Partner, denen wir einen Weg aufzeigen konnten, dass es richtig ist, in den Radsport zu investieren. Es macht mich stolz, dass wir weiter auf unsere Geldgeber zählen können, denn es ist ja auch eine Bestätigung unserer Arbeit.

Ralph Denk stellt sich den Fragen der Journalisten (Archivbild).

Die Vertragsverlängerung von vier Jahren zeigt, dass die Sponsoren hochzufrieden sind…

Denk: Man kann das ja auswerten, wie oft die Logos der Firmen im Fernsehen und in der Zeitung sind. Die Zahlen haben wir unseren Sponsoren vorgelegt – und die sind so gut, dass man nicht mehr viel Überzeugungsarbeit leisten muss.

Wie geht es jetzt weiter?

Denk: Jetzt haben wir Planungssicherheit. Nach der Tour werde ich mich mit unserem Sportlichen Leiter Enrico Poitschke und Trainer Dan Lorang zusammensetzen, um einen klaren Weg für die Zukunft zu bestimmen. Dann werden wir sehen, wohin die Reise bis 2024 geht.

2019 war Ihr Team Nr. 2 der Weltrangliste. Die künftigen Ziele können doch nur lauten: Toursieg und die Nr. 1 der Welt?

Denk: Wir haben Großes vor. Es gibt aber noch andere Bereiche. Wir haben mit Pascal Ackermann einen der weltbesten Sprinter, wir haben mit Peter Sagan einen der besten Klassikerspezialisten. Da müssen wir uns genau überlegen, worauf wir uns fokussieren. Aber das hat noch etwas Zeit. Jetzt wollen wir erst mal eine gute Tour de France fahren.

Interview: Armin Gibis *tz.de gehört zum Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerk.

Rubriklistenbild: © Matthias Balk/dpa

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