Überraschung durch Wischnewski

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Anke Wischnewski bejubelt den Gewinn der Deutschen Meisterschaft.

Winterberg - Rodlerin Anke Wischnewski hat bei den deutschen Meisterschaften in Winterberg für eine Überraschung gesorgt und den ersten Meistertitel ihrer Karriere eingefahren.

Die 31-Jährige aus Oberwiesenthal ließ am Samstag Europameisterin Natalie Geisenberger und die zweimalige Weltmeisterin Tatjana Hüfner völlig unerwartet hinter sich. Bei den Männern verteidigte der zweimalige Weltmeister Felix Loch seinen Titel vor David Möller, bei den Doppelsitzern wurden die dreimaligen Weltmeister André Florschütz/Torsten Wustlich ihrer Favoritenrolle gerecht.

Diese Wintersportarten sind olympisch

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Nach Silber bei der WM 2007 und Bronze bei der WM 2005 feierte Wischnewski rund dreieinhalb Monate vor den Winterspielen ihren größten Erfolg. Völlig unerwartet ließ die “ewige Dritte“ im deutschen Team die höher eingeschätzten Geisenberger und Hüfner hinter sich und unterstrich eindrucksvoll ihre Ambitionen auf ein Olympia-Ticket. Geisenberger fuhr zwar Startrekord heraus, hatte aber am Ende ebenso das Nachsehen wie Hüfner. “Mit der Bahn in Winterberg bin ich noch nie so richtig gut zurecht gekommen. Insofern ist der zweite Platz ein gutes Ergebnis“, war Geisenberger dennoch zufrieden.

Wie schon vor einem Jahr war Senkrechtstarter Loch auch in Winterberg nicht zu schlagen und sicherte sich seinen zweiten nationalen Titel. Hinter dem 20-Jährigen aus Berchtesgaden fuhren Möller und der Oberhofer Jan Eichhorn auf die weiteren Podestplätze. Den erwarteten Favoritensieg gab es nach dem verletzungsbedingten Aus für die Olympiasieger Patric Leitner und Alexander Resch: Die dreimaligen Weltmeister André Florschütz/Torsten Wustlich holten ihren dritten nationalen Titel.

dpa

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