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Zu leerer Tank kann schnell teuer werden: Autofahrern drohen satte Bußgelder

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Von: Svenja Wallocha

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Die Tankanzeige eines Autos leuchtet in der Instrumententafel.
Autofahrer sollten besser nicht auf Reserve fahren. (Symbolbild) © Hendrik Schmidt/dpa

Autofahrer tanken besser rechtzeitig nach, wenn der Sprit zur Neige geht. Im schlimmsten Fall drohen nämlich satte Strafen.

Kassel – Es gibt Autofahrer, die grundsätzlich nie oder nur sehr selten auf Reserve fahren – der Tank muss immer mindestens halb voll sein. Rutscht der Zeiger darunter, geht es direkt zur nächsten Tankstelle. Aber es gibt auch einige, die erst tanken, wenn die Anzeige wirklich schon am Limit steht und das Auto nur noch einige Kilometer schafft. Ein Risiko, das schnell mal zu stressigen Situationen führen kann – im schlimmsten Fall droht sogar ein Bußgeld.

Es gibt viele Gründe, warum Autofahrer auf Reserve fahren. Entweder hat man seinen Geldbeutel vergessen, die Benzinpreise sind gerade zu hoch oder man übersieht schlicht und einfach die Tankanzeige oder schätzt den Wagen falsch ein. Die Reise wird fortgesetzt – manchmal geht es gut und man kommt am Ziel an, aber manchmal bleibt das Auto auch liegen.

Auto auf Reserve fahren: Wagen bleibt mit leerem Tank auf Autobah liegen – Bußgeld droht

Vor allem bei langen Fahrten auf der Autobahn kann es dabei schnell mal zu einem unvorhergesehenen Stau kommen. Dann sitzt der Autofahrer fest und bleibt am Ende liegen. Das ist nicht nur unangenehm, stressig und schlecht für den Wagen, auch ein Bußgeld droht. Urlauber tanken deshalb am besten rechtzeitig nach, rät der ADAC in einem dpa-Bericht. „Am besten dann, wenn der Tank etwa noch etwa ein Viertel voll ist.“ Denn beim Fahren auf Reserve wird es eben schnell mal eng. „Das Tankstellennetz in Deutschland ist aber sehr gut ausgebaut, sodass es mit etwas gesundem Menschenverstand und rechtzeitigem Nachtanken keine Probleme geben sollte“, so der ADAC.

ADACAllgemeine Deutsche Automobil-Club e. V.
Mitglieder21,2 Mio. (Ende 2020)
SitzMünchen
Gründung24. Mai 1903, Stuttgart

Wer dennoch mit leerem Tank auf der Autobahn liegenbleibt, riskiert grundsätzlich eine Strafe in Form eines Bußgelds. Denn hier handelt es sich nicht um eine Panne. Der Fahrer ist verpflichtet für genügend Treibstoff zu sorgen. Wie hoch die Strafe ausfällt, kann unterschiedlich sein. Im Bußgeldkatalog 2021* wird bei „unzuläs­sigem Halten auf der Kraft­fahrstraße bzw. Auto­bahn“ ein Bußgeld von 30 Euro angegeben (35 Euro mit Behinderung). Bei „unzuläs­sigem Parken auf der Kraft­fahrstraße bzw. Auto­bahn“ werden laut Bußgeldkatalog schon 70 Euro fällig. Kommt es deswegen noch zu einem Unfall, kann eine Mithaftung die Folge sein und nochmals härtere Strafen.

Auto nicht mit zu leerem Tank fahren: Wagen bleibt auf Straße liegen – Das gilt es zu beachten

Damit es nicht zu Unfällen kommt, sollten Autofahrer, die mit ihrem Wagen liegengeblieben sind, unbedingt alle Vorsichtsmaßnahmen berücksichtigen. Also das Auto erst auf die rechte Spur und von dort auf den Standstreifen manövrieren. Zudem Warnblinker einschalten, Warndreieck aufstellen und eine Warnweste anlegen. Dann hilft meist eine Pannenhilfe weiter.

Doch warum nicht einfach einen vollen Reservekanister in den Kofferraum packen? Damit ist doch für ausreichend Sprit im Notfall gesorgt. Ein Benzinkanister ist deshalb keine gute Idee, weil der eine mögliche Brandgefahr bei Unfällen birgt. Zudem weist der ADAC darauf hin, dass durch den Kanister ungesunde Dämpfe in den Innenraum des Autos gelangen können. Das kann beispielsweise bei einem Kanister aus Kunststoff passieren.

Es gibt noch weitere Fehler, die Autofahrer richtig Geld kosten können. Bei Schnee und Eis auf dem Autodach drohen ebenfalls Bußgelder. (svw mit Material von dpa) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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