Universität Bonn

Durchbruch in der Corona-Forschung? Wissenschaftler entwickeln Covid-19-Medikament - mithilfe von Alpakas

Alpakas und Lamas dienen Forschungszwecken der Uni Bonn. Sie besitzen wertvolle Antikörper, die Corona-Viren hemmen könnten.
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Alpakas und Lamas dienen Forschungszwecken der Uni Bonn. Sie besitzen wertvolle Antikörper, die Corona-Viren hemmen könnten.

Deutsche Forscher arbeiten akribisch an einem Corona-Medikament - zusammen mit Lamas und Alpakas. Deren Antikörper könnten zu einem Durchbruch führen.  

Kassel/Bonn - Mithilfe von Lamas und Alpakas gegen Corona*? Was zunächst komisch klingt, scheint zu funktionieren. Tatsächlich gewinnen diese Tiere in der Pandemie zunehmend an Bedeutung, denn sie könnten in Zukunft einige Leben retten. An der Universität Bonn entwickeln Forscher derzeit ein Medikament gegen die Covid-Viren und nutzen dabei die besonderen Fähigkeiten von den südamerikanischen Vierbeinern.

Wie welt.de berichtet, fanden Wissenschaftler heraus, dass die Antikörper im Blut der Lamas und Alpakas bei der Heilung von Corona-Infizierten helfen könnten. Diese sind viel kleiner als sonst in der Natur üblich und passen somit nahezu überall durch. Die Antikörper könnten beispielsweise auch in tieferen Geweben an Corona-Viren andocken und ihre Schädlichkeit hemmen.

Entwicklung eines Corona-Medikaments: Forschende aus Bonn arbeiten mit Alpakas

Und tatsächlich zeigte sich, dass die Tiere nach einer harmlosen Impfung mit einem abgeschwächten Oberflächenprotein des Virus wirksame Antikörper, sogenannte „Nanobodies“, entwickelten. Anschließend stellte sich heraus, dass die Antikörper der Tiere sogar in der Lage sind unterschiedliche Corona-Mutationen erfolgreich zu bekämpfen.

Nun wird auf Basis dieser Erkenntnis ein Medikament entwickelt, das Patienten, die unter einer Corona-Infektion leiden, in Zukunft helfen soll. Das Ziel sei die Entwicklung eines Nasen- oder Inhalationsspray. Wissenschaftler aus Bochum entdeckten zudem, dass ein bloßes Nasenspray bereits Covid-Viren abtöten* kann.

Name: Universität Bonn, Institut für Angeborene Immunität
Gründung:2010

Suche nach Corona-Medikament: Einzigartige Antikörper von Lamas und Alpakas

Bereits seit einigen Jahren dienen Lamas und Alpakas an der Universität Bonn als Assistenten der Wissenschaft. Dr. Florian Schmidt vom Institut für Angeborene Immunität setzt deren einzigartige Antikörper in der Untersuchung von Proteinen ein. Eiweiße spielen bei vielen lebenswichtigen Prozessen eine große Rolle.

Um mehr über die Funktion und die Aufgabe dieser Stoffe zu erfahren, sollen gewisse Hemmstoffe entwickelt werden, die auch in Krebstherapien nützlich sein könnten. Die besonderen Antikörper der Tiere seien dafür ausgesprochen hilfreich, da sie gezielte Proteine ausschalten können. Und nun kommen die Vierbeiner auch in der Bekämpfung der Corona-Pandemie zum Einsatz. (Alina Schröder) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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