Verkehr

Erst Corona-Impfpass, jetzt soll der Führerschein aufs Handy - konkreter Zeitpunkt geplant

Nach dem Papierführerschein kam der Kartenführerschein - jetzt soll er digitalisiert werden.
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Nach dem Papierführerschein kam der Kartenführerschein - jetzt soll er digitalisiert werden.

Die Bundesregierung plant den digitalen Führerschein in Deutschland. Für die Einführung soll bereits ein konkreter Zeitpunkt feststehen.

Kassel - Erst der Corona*-Impfpass, jetzt der Führerschein: Offenbar will Staatsministerin Dorothee Bär (CSU) die Digitaloffensive der deutschen Bundesregierung weiter vorantreiben. Das berichtet businessinsider.de. Demnach sollen Bürger in Deutschland ihren Führerschein mit ihrem Smartphone vorzeigen können. Ein konkreter Zeitraum steht auch schon im Raum. Die Einführung ist wohl im August geplant, heißt es aus Regierungskreisen.

Das Kanzleramt plane den Führerschein in digitaler Form bereitzustellen - in Zusammenarbeit mit dem Bundesverkehrsministerium und dem Kraftfahrt-Bundesamt. „Das Bundeskanzleramt und das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur arbeiten derzeit mit Hochdruck an dem Projekt“, erklärte eine Sprecherin Bärs gegenüber businessinsider.de.

Verkehrsminister Andreas Scheuer hatte digitalen Führerschein bereits angekündet

Zudem gebe es noch eine Reihe weiterer Anwendungsfälle, die sich in Planung oder bereits konkret in Umsetzung befinden. Daher könne man über die genauen Projekt-Kosten keine Angaben machen. Laut businessinsider.de hat sich die Politik bei einigen Projekten - beispielsweise bei der Fahrzeugzulassung - mit deutschen Autobauern wie Daimler und Volkswagen zusammengetan.

Die Leitung in diesem Bereich habe das Verkehrsministerium. Minister Andreas Scheuer (CSU) hatte Ende Oktober 2020 die Einführung des digitalen Führerscheins in Deutschland verkündet. „Norwegen hat ihn schon. Auch Deutschland wird weitermachen“, sagte Scheuer damals.

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Bürger benötigen für digitalen Führerschein eine App

Parallel dazu entwickelt das Bundeskanzleramt gemeinsam mit der Wirtschaft verschiedene Digitalisierungsprojekte im Rahmen der sogenannten „elektronischen Identitätsfestellung“ (eID) - mit dem Ziel: Bürger sollen sich mithilfe der eID digital eindeutig ausweisen können. Zu den Projekten zähle unter anderem der digitale Hotel-Check-in, Online-Bankgeschäfte - und nun auch der digitale Führerschein.

Für den digitalen Führerschein benötigen Bürger eine App namens ID-Wallet. Sie ist allerdings noch nicht für alle Smartphones verfügbar. Wie genau die Integration des Führerscheins in die App aussehen wird, ist noch nicht geklärt.

Video: Führerschein-Umtausch - die ersten Fristen laufen ab

ADAC begrüßt den geplanten digitalen Führerschein

Der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) begrüßt die geplante Einführnug des digitalen Führerscheins in Deutschland. Es sei jedoch wichtig, die Einhaltung hoher Datenschutzstandards zu gewährleisten. „Außerdem muss im Sinne der Verkehrssicherheit gewährleistet sein, dass ein temporärer Führerscheinentzug oder ein Fahrverbot auch hier und zeitgleich abgebildet werden“, so eine ADAC-Sprecherin.

Achtung Autofahrer: Millionen Führerscheine in Deutschland sind ab 2022 ungültig. (Jan Wendt)*hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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