Viel Kritik

„Das ist so böse...“: Kaufland schockt Kunden mit Horror-Werbung

Eine schockierende Kaufland-Werbung hat vor Ostern bei Facebook für Aufsehen gesorgt. Im Mittelpunkt: Ein Osterlamm. (Symbolbild)
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Eine schockierende Kaufland-Werbung hat vor Ostern bei Facebook für Aufsehen gesorgt. Im Mittelpunkt: Ein Osterlamm. (Symbolbild)

Kaufland schockte Kunden vor Ostern mit einer Horror-Werbung. Die Szenen sorgen für Aufsehen - und für viele Reaktionen bei Facebook.

Kassel – Kurz vor den Feierlichkeiten zu Ostern locken viele Supermärkte wieder mit zahlreichen Angeboten und mit speziell auf das Osterfest ausgerichteter Werbung. Doch nicht jede Werbekampagne fällt den Kunden auch wirklich ins Auge. Mit einer gewagten Horror-Werbung auf Facebook hat das Lebensmittelunternehmen Kaufland im Netz aber Aufsehen erregt.

Im Mittelpunkt des Geschehens: Ein gebackenes Osterlamm bestreut mit Puderzucker. So, wie es in vielen Familien an Ostern traditionell verspeist wird. Doch nicht nur das. Für die besonders kreative und gleichermaßen schockierende Werbung bediente sich die Marketingabteilung von Kaufland des Titels eines Horror-Klassikers aus Hollywood. Die Rede ist von „Das Schweigen der Lämmer“ mit Anthony Hopkins in der Hauptrolle des kannibalischen Serienmörders Doktor Hannibal Lecter. Doch wie passt das zusammen?

Kaufland schockt mit Facebook-Werbung zu Ostern - und erntet Kritik

Die Erklärung ist simpel. Kaufland schockt seine Kunden mit reichlich schwarzem Humor. Denn: Dem auf dem Bild gezeigten Osterlamm wurde bereits der Kopf abgeschnitten. In roten Lettern steht darüber geschrieben: „Das Schweigen der Lämmer“. Der Slogan dazu lautet außerdem: „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“. Darunter verweist der Lebensmittelhändler per Link auf eine Internetseite, auf der Kaufland günstige Osterlämmer zum Fest anbietet.

Die Reaktionen im Netz ließen nicht lange auf sich warten. Neben gut 4.500 Likes, kommentierten den Beitrag auf Facebook fast 900 User, außerdem wurde er fast 250 Mal geteilt. Bei den Kommentaren fielen die Reaktionen der User überwiegend positiv aus. Zu Lesen sind Kommentare wie „super Posting“ oder „mal was Witziges“. „Das ist so böse, dass es schon wieder grandios ist“, schrieb ein weiterer Nutzer. Doch nicht alle zeigten sich so begeistert. Im Gegenteil: Es gab auch Kritik.

UnternehmenKaufland
BrancheLebensmitteleinzelhandel
Gründung1968
SitzNeckarsulm
Anzahl der Mitarbeiter132. 000 (Stand: Dezember 2019)

Oster-Werbung von Kaufland: Nicht jeder Facebook-Nutzer teilt den düsteren Humor

Denn nicht alle Facebook-Nutzer teilten den düsteren Humor von Kaufland und äußerten sich negativ über die schockierende Horror-Werbung. „Lämmer gehören auf die Weide“ oder „Das ist voll daneben. Was soll das?“, heißt es in den Kommentaren. Einige halten den Marketing-Gag von Kaufland für „stumpf“ oder „sehr gewagt“.

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Kritische Stimmen zur Oster-Werbung von Kaufland: „Wie weit sinken wir noch?“

Doch genau diese Kritik an der Werbung sorgte unter dem Beitrag für Diskussionen. „Wenn sogar Kuchen dem Tierschutz unterliegt... wie weit sinken wir noch? Der Post ist lustig. Dabei muss man kein schlechtes Gewissen haben oder böse Smileys setzen“, relativierte ein Nutzer die kritischen Worte zu dem Beitrag. Eine weitere Userin zeigte Unverständnis gegenüber den Skeptikern. „Also wie manche hier abgehen. Unglaublich. Find ich ja fast noch witziger als die Kaufland Werbung“, schrieb sie.

Eins ist jedenfalls sicher: Der Facebook-Beitrag mit dem geköpften Osterlamm hat für ordentlich Gesprächsstoff und viele Reaktionen gesorgt. Auch die Marketing-Abteilung des Supermarkt-Riesen hat von vielen Usern direkten Zuspruch bekommen: „Die beste Werbung ist, wenn man darüber redet. Alles richtig gemacht Kaufland“ oder „Einfach nur Volltreffer und genial! Ein Lob an eure Werbeabteilung.“ Demnach ist die Idee hinter der Horror-Werbung zu Ostern wohl voll aufgegangen. Schließlich soll Werbung auffallen und sich von der Konkurrenz abheben. Dass kann allerdings auch anders ausgehen, wie die Reaktionen auf ein Facebook-Posting bei Lidl zeigten. (Yannick Wenig)

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