„Ernüchternd“

Stiftung Warentest: Studie über Lippenstifte dürfte Verbraucherinnen erschrecken

Hübsche Frau mit roten Lippen: Doch ist bei dem Schminkutensil Vorsicht geboten
+
Hübsche Frau mit roten Lippen: Doch ist bei dem Schminkutensil Vorsicht geboten.

Seit Jahrzehnten gehören Lippenstifte zum gängigen Schönheitsideal. Eine Studie der Stiftung Warentest wirft nun jedoch ein schlechtes Licht auf zahlreiche Produkte.

Berlin/München - „Rote Lippen soll man küssen“ - lautet der Name eines bekannten Lieds. Über die womöglich negativen Auswirkungen machte sich der Songschreiber wohl kaum Sorgen: Denn wie die Stiftung Warentest in einer Untersuchung festgestellt hat, ist die gesundheitliche Situation rund um diesen Verschönerungsprozess „ernüchternd“:

Stiftung Warentest untersucht Lippenstifte - Manche essen „bis zu fünf Stifte im Jahr“

Alle 17 getesteten Lippenstifte in Rosenholztönen enthielten der Studie zufolge Rückstände von Titandioxid. Dieses ist von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit nicht mehr als sicher eingestuft. Stiftung Warentest kommt zu einem Schluss, der für regelmäßige Lippenstift-Nutzerinnen für Entsetzen sorgen wird: „Wer sich täglich die Lippen schminkt, der isst bis zu fünf Lippenstifte im Jahr“, lautet die These der gemeinnützigen Organisation*.

Dass Erzeugnisse der Kosmetikindustrie mit Vorsicht zu genießen sind und unter Umständen schädlich, zeigte bereits ein von Greenpeace durchgeführter Produktvergleich*:

Von den getesteten Lippenstiften erreichte kein einziger Artikel die Bewertung gut, zwei waren mangelhaft und der Rest lediglich befriedigend. Wer glaubt, mit dem Griff zu Bioprodukten im Hinblick auf Gesundheit eine bessere Wahl zu treffen, wird enttäuscht:

Lippenstifte mit Mineralöl belastet: Vor diesem Inhaltsstoff sollte man sich hüten

Auch Naturkosmetik war mit Titandioxid belastet. Und was sagt der Preis aus? Mit mangelhaft bewerteten die Warentester sowohl einen Lippenstift für 38 Euro, als auch ein günstiges Produkt für rund vier Euro. Diese seien mit mineralölartigen Substanzen belastet, die sich in den Organen anreichern könnten. Um Produkte mit Titandioxid zu vermeiden, sollten Verbraucherinnen und Verbraucher auf die Inhaltsstoffe achten. Die Angabe CI77891 weist auf den Inhaltsstoff Titandioxid hin.

Etwas überraschendes stellte die Stiftung Warentest vor wenigen Monaten bei Tagescremes fest*: Vor allem teure Cremes enttäuschen die Erwartungen, günstige Produkte bekommen bessere Noten. (PF/AFP) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare