Twistetal

1150-jähriges Berndorf wurde über Jahrhunderte vom Wasser der Twiste geprägt

- Twistetal-Berndorf (-es-). Fünf Mühlen wurden einst in Berndorf vom Wasser der Twiste angetrieben. Während von der Trummel- und Wakemühle heute nichts mehr vorhanden ist, reihen sich die Teichmühle, die Fritzemühle und die Neue Mühle noch entlang der Mühlenstraße.

Die Teichmühle liegt ungefähr einen Kilometer westlich von Berndorf am Fuße des Molkenbergs. Das zum Betrieb erforderliche Wasser wurde der Twiste entnommen. Der Höhenunterschied beträgt 5,60 Meter. Das unterschlägige Mühlenrad konnte eine Kraft von zehn Pferdestärken, etwa 7,36 Kilowatt aufbringen, hat Rolf Dornseif errechnet. So richtig wertvoll wurde das Grundstück, als die Stadt Korbach oberhalb der Teichmühle, nur rund 30 Meter entfernt von der Quellschüttung der Twiste eine Brunnenbohrung vornehmen ließ. 1911 wurde der rund neun Meter tiefe Brunnen gefasst und mit einer neuen Pumpenanlage in den 115 Meter höheren Hochbehälter bei Erlheim am Homberg bei Lelbach gepumpt. Von dort aus kann das Berndorfer Wasser mit natürlichem Gefälle nach Korbach laufen. Der Brunnen ist sehr ergiebig, weiß EWF-Wassermeister Klaus Wilhelmi zu berichten, der für die Trinkwasserbrunnen heute zuständig ist. Bis zu 300 Kubikmeter Wasser pro Stunde könnte der Brunnen problemlos liefern. Die Stadt Korbach entnimmt aber maximal nur rund 100 Kubikmeter pro Stunde und auch das nicht rund um die Uhr. Mit 1400 Kubikmetern pro Tag deckt der Berndorfer Brunnen einen großen Teil des Bedarfs der Kreisstadt.

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