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18 Millionen Euro für Neubau der Arolsen Archives

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Von: Armin Haß

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Arolsen Archives in Bad Arolsen.
Arolsen Archives in Bad Arolsen. © Armin Haß

18 Millionen Euro sind für ein neues Archiv mit Räumen für Forschung und Information der Arolsen Archives vom Bundesministerium der Finanzen haushaltsmäßig anerkannt.

Bad Arolsen – Diese Mitteilung des stellvertretenden Archives-Direktors Steffen Baumheier quittierten Mitarbeiter des weltweit umfassendsten Archivs mit Dokumenten zu den Opfern und Überlebenden des Nationalsozialismus mit Beifall. Auch Bürgermeister Marko Lambion sprach von einer guten Nachricht.

Neuer Architektenwettbewerb

„Damit haben die Planungen Fahrt aufgenommen“, so Baumheier auf Anfrage der WLZ. Voraussichtlich Ende 2023 erfolge der erste Spatenstich für das Gebäude an der Jahnstraße. Das Grundstück hatte sich der Bund bereits gesichert.

Die Obergrenze für den Neubau hat der Bund auf 18 Millionen Euro festgelegt. Aus dem eigenen Budget müsse Arolsen Archives Umzug und Rückbau selbst finanzieren, so Baumheier weiter.

Verzögerungen

Die Verzögerung ergab sich, als bekannt wurde, dass ein alter Umrechnungsfaktor bei der Berechnung der Flächen verwendet wurde. Genau in dem Jahr war die DIN zu diesem Thema geändert worden, so Baumheier. Diese Berechnungen waren aber nicht bei den Archives erfolgt.

Ursprünglich war der Kostenrahmen mit fünf Millionen Euro kalkuliert worden. Darin enthalten wäre aber nur ein Archivgebäude ohne Forschungs- und Informationszentrum.

UNESCO-Welterbe

Nun wird ein neuer Architektenwettbewerb begonnen, dessen Ergebnisse sollen dann die Grundlage für die endgültige Planung, die Ausschreibung und Vergabe der Aufträge bilden.

Die Dokumente sind Teil des UNESCO-Welterinnerungserbes und inzwischen komplett digitalisiert. Die personenbezogenen Akten aus Konzentrationslagern, Firmen mit Zwangsarbeitern unter den Beschäftigten oder NS-Behörden bedürfen auch der Restaurierung.

Mitarbeiter im Home-Office

Für die 220 Mitarbeiter war der Abschluss der Digitalisierung von Vorteil, als sie vor zwei Jahren mit Beginn des pandemiebedingten Lockdowns ins Home-Office gehen mussten. Sie konnten dann von zu Hause aus Anfragen beantworten. Und viele schätzen laut Baumheier weiterhin die Möglichkeiten des Home-Office.

Freilich würden Besuche von Angehörigen und Forschungsarbeiten nach wie vor in Präsenz ablaufen. ( Armin Haß )

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