Diskussionen, Probefahrten, Neuheiten

E-Mobilität zum Anfassen

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Dr. Ecke Tammen aus Bad Arolsen lädt zur Diskussion für Freitag und zum Aktionstag Elektromobilität für Samstag ein.

Fakten, Diskussion, E-Mobilität zum Anfassen bieten ein Aktionstag am 31. August 2019 in Bad Arolsen und eine Gesprächsrunde am Vorabend in der Twisteseehalle in Wetterburg.

Veranstalter ist der Arbeitsmediziner Dr. Ecke Tammen aus Bad Arolsen. Am Samstag stellen Autohäuser den BMW i3, den Renault Zoe, Nissan Leaf und Kia E-Niro vor. Zu sehen sind auch die Tesla-Modelle 3, S und X (Privatbesitz). Zehn E-Bikes stehen bereit. Zum Teil sind Probefahrten möglich. Der YouTuber Oliver Krüger aus Hamburg (Kanal „163º“) ist prominenter Ansprechpartner.

Auch Wallboxen (Ladestationen) werden gezeigt, unter anderem in Kombination mit Hauskraftwerken – einem „All In One“-Eigenverbrauchssystem für Solarenergie. Der Hersteller E3/DC hat 2016 und 2019 die Auszeichnung „Marke des Jahrhunderts“ erhalten.

Hauskraftwerke ausgestellt

Dank der Kooperation mit Elektro-Bach (Rhoden) steht ein Lkw vor Ort mit verschiedenen Modellen dieser Hauskraftwerke für Strom, Wärme und Mobilität. Die Energie Waldeck-Frankenberg GmbH informiert über ihr Produkt „EWF Solar“ und Wallboxen für Zuhause.

Am Freitag ab 19 Uhr diskutieren Experten mit dem Publikum: Stefan Schaller, (EWF-Geschäftsführer), Gerhard Biederbick (Kreisbrandinspektor) und Elektroingenieur Albert Hüwel (Marsberg), Experte für Windkraft und Sachverständiger für Elektrotechnik unter anderem im Off-shore-Bereich. Außerdem Oliver Krüger (Kanal „163º“) und der YouTuber und E-Auto-Fahrer Bastian Reitmeyer (Fuldatal). Ecke Tammen moderiert.

"Nicht die Lösung, aber ein wichtiger Schritt"

Als Arbeitsmediziner arbeitet er auch präventiv. Und er joggt – dabei muss er Abgase einatmen, sieht kranke und tote Bäume. Mit dem Aktionstag möchte er aufklären über eine Alternative zum Verbrennungsmotor, will Vorurteile abbauen und falsche Informationen richtig stellen. „E-Mobilität ist nicht die Lösung aller Probleme, aber ein Schritt, den viele heute gehen können“, sagt er. „E-Autos können wir heute kaufen und damit jetzt zur Energiewende beitragen.“ Die Masse der Fahrten seien keine Langstrecken und darum problemlos mit E-Antrieb möglich.

Falsche Informationen etwa zum Stromverbrauch bei der Akku-Herstellung oder zur Gefahr von Pkw-Bränden rückten E-Autos zu Unrecht in ein schlechtes Licht, sodass bei vielen Autofahrern Interesse erst gar nicht entstehe. Mit dem Aktionstag möchte der Mediziner Brücken bauen und zeigen, dass E-Mobilität heute Probleme lösen und zudem auch Spaß machen kann.

Mit Tesla Modell 3

Ecke Tammen nutzt Solarenergie für Haus und Praxis, für seinen „Twizy“ und für Leihautos mit E-Antrieb – er bringt am Samstag einen Tesla Modell 3 mit. Seine Ladestation (22 KW dreiphasig) steht während des Infotags ebenso kostenlos zur Verfügung wie die EWF-Station am „Arobella“.

Der Mediziner hat sich tief in die Materie eingearbeitet und steht ebenfalls für Fragen zur Verfügung.

Bei der Diskussion übermorgen wird es unter anderem um die Gegenüberstellung von Verbrennungsmotoren und E-Antrieb gehen, um die jeweilige Umweltbilanz, um die Chance, die E-Autos als „rollende Batterien“ bei der Energiewende bieten, und auch um Geld. „Ein E-Auto ist mittelfristig günstiger“, sagt Ecke Tammen. Den Anschaffungskosten stünden deutlich weniger Wartung und Reparatur im Lauf der Jahre gegenüber.

Energie zurückgewonnen

Ihn fasziniert auch der nachhaltige Verbrauch von Energie bei E-Motoren: Geht der Fuß vom Gas, wird sie teilweise zurückgewonnen und wieder in den Akku eingespeist. Das schont die Bremsbeläge, und es entsteht weniger Bremsstaub.

In den Fokus möchte Ecke Tammen auch die Möglichkeiten rücken, die es heute schon gibt – auch wenn sie noch wenig verbreitet oder kaum bekannt sind. Dazu gehört vorbildliche Infrastruktur für E-Mobilität etwa in Norwegen.

Neuling "Sion" kommt 2020

Dazu gehört auch der „Sion“ – „ein massentaugliches E-Auto für 25500 Euro, das 2020 auf den Markt kommt“, so Tammen. Erstmals sind Photovoltaik-Zellen in die Karosserie eingebaut, sodass allein das bei einem Sonnentag für 30 Kilometer Reichweite sorgt. Dahinter steht mit „Sono Motors“ ein Start Up-Unternehmen aus München, das so nachhaltig wie möglich produziert. 

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