Synodale votieren einstimmig für die Verschmelzung der beiden Kirchenkreise

Ab 2014 Kirchenkreis Twiste-Eisenberg

Volkmarsen - "Darauf sollten wir anstoßen", freute sich der Vorsitzende der Synode des Kirchenkreises der Twiste, Werner Mirk, gemeinsam mit Präses Dagmar Kappelhoff vom Kreis des Eisenbergs über den einstimmigen Beschluss für die Fusion zum Kirchenkreis Twiste-Eisenberg.

Volkmarsen. Ohne Gegenstimmen beschlossen die Pfarrer und Laienvertreter aus den beiden JKirchenkreisen nach reiflicher Beratung in getrennten Sälen die Verschmelzung. Nach gut 160 Jahren endet damit die Eigenständigkeit der Kichenkreise.

Aus wirtschaftlichen Gründen wird die Fusion zum 1. Januar 2014 vollzogen - die Kirchensteuereinnahmen sinken parallel zur demografischen Entwicklung. Die Finanzsituation der Landeskirche Kurhessen-Waldeck verschlechtert sich nach den jüngsten Erhebungen dramatischer als noch vor drei Jahren befürchtet.

Nach ersten Fusionsgesprächen 2009 und 2011 wurde im vergangenen September in einer ersten gemeinsamen Synode in Usseln der Beschluss vorbereitet, der am Donnerstagabend in der Nordhessenhalle Volkmarsen vollzigen wurde. Die evangelische Gemeinde der Kugelsburgstadt ist bekanntlich das jüngste Gled im Noch-Kirchenkreis der Twiste.

Zwei Punkte waren noch strittig: So wurde auf Antrag beschlossen, die Zahl der Mitglieder der neuen Synode nach der kirchlchen Grundordnung zu bemessen. Also deutlich höher als nach dem bereits in einem Satzungsentwurf verankerten Modell. Demnach würdn 86 gewählte und vier bis acht berufene Mitglieder de Synode angehören. Doch auf Antrag von Pfarrer Grenz (Hillershausen) votierten die Synodalen für die große Lösung. Danach gehören aus dem Bereich Eisenberg 69 und aus dem bald ehemaligen Kirchenkreis der Twiste 50 gewählte Geistliche und Laien dem neuen Großgremium an. Dadurch soll nach Auffassung der Befürworter sichergestellt werden, dass auch die kleinen Orten repräsentiert werden und eine demokratischere Basis geschaffen wird. Für die Alternative sprach die Überlegung, die Synode nach der Fuson durch eine moderate Verkleinerung besser handlungsfähig zu machen.

Punkt zwei: Nach der vorliegenden Fassung der Kirchenkreissatzung wurde festgelegt, die Finanzanlagen für die Dauer von zehn Jahren festzuschreiben. Doch auf Antrag von Pfarrer Lueg (Bad Arolsen) wurde zusätzlich aufgenommen, eine Änderung innerhalb der zehn Jahre durch eine Mehrhet von zwei Drittel der Synodalen fstlegen zu lassen. Damit sollten bei kurzfristig höherem Finanzbedarf für wichtige Investitionen Mittel verfügbar gemacht werden.

Schließlich gibt es noch einen Vorbhalt, an dem die Fachleute der Zusatzversorgungskassen in Kassel und Karlsruhe noch arbeiten müssen. Danach darf die Übernahme der Mitarbeiter, für die in die beiden unterschiedlichen Versorgungseinrichtungen Abgaben gezahlt werden, kene Mehrkosten verursachn. Doch der Leiter des Kirchenkreisamtes, Bernd Merhof, versicherte ebensop wie Dekanin Eva Brinke-Kriebel, dass sich eine Lösung dieses Problems abzeichne.

Mit der historischen Entscheidung zeichnet sich das Ende einer etwa 160 Jahre währenden Eigenständigkeit der Kichenkrese ab. Vom Kirchenkreis des Eisenbergs reisten 51 der insgesamt 80 Synodalen an. Aus dem Kirchenkreis der Twiste waren 45 der insgesamt 55 Synodalen präsent.

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