Breuna

250 000 Euro Schaden bei Unfall auf A 44

- Breuna/Warburg (r/es). Fast sechs Stunden lang, etwa von 6.30 Uhr bis 12.30 Uhr, war gestern die Autobahn 44 zwischen den Anschlussstellen Warburg und Breuna in Fahrtrichtung Kassel komplett gesperrt, nachdem ein belgischer Lkw ungebremst in ein Stauende hineingerast war. Dabei wurde der belgische Lkw-Fahrer zum Glück nur leicht verletzt. Der Schaden wird von der Polizei auf eine Viertelmillion Euro geschätzt.

Nach den Ermittlungen der Polizeiautobahnstation Bauna­tal hatte sich der erste Unfall gegen 4.50 Uhr unmittelbar vor der Anschlussstelle Breuna ereignet. Aus bislang ungeklärter Ursache platzte ein Anhängerreifen eines Sattelzuges. Nachdem der Reifen sich von der Felge löste und die Reifenteile sich über die beiden in Richtung Kassel führenden Fahrstreifen verteilten, fuhren insgesamt sechs nachfolgende Fahrzeuge darüber und wurden beschädigt. Vier Pkw und zwei Lkw waren davon betroffen. In einem Fall war die Kraftstoffleitung bei einem Lkw abgerissen worden. Etwa 150 Liter Diesel hatten sich anschließend auf der Fahrbahn verteilt und mussten bei der Bergung des Lastwagens entfernt werden. Aufgrund des Unfalls bildete sich ein etwa vier Kilometer langer Stau. Den Gesamtsachschaden dieses Unfalls schätzten die Beamten auf etwa 12 000 Euro. Gegen 6.25 Uhr ereignete sich am Stauende ein Folgeunfall. Dabei fuhr ein Lkw einer belgischen Spedition nahezu ungebremst auf einen am Ende des Staus stehenden Sattelzug auf, der von einem 32-Jährigen aus Salzgitter gesteuert wurde und mit über 22 Tonnen Metall beladen war. Durch umherfliegende und auf der Straße liegende Trümmerteile wurden zwei nachfolgende Lkw beschädigt. Bei einem dieser Lkw war ein Fahrzeugteil gegen die linke Seite des Führerhauses geschleudert, bei dem anderen Lkw, einem Kleintransporter, der von einem 57-Jährigen aus Gudensberg gelenkt wurde, war die Fahrzeugfront beschädigt und die Ölwanne abgerissen worden. Neben den auslaufenden Betriebsstoffen am Kleintransporter war auch Dieselkraftstoff aus dem belgischen Lkw ausgelaufen, der sich nicht nur auf der Fahrbahn verteilte, sondern auch am Fahrbahnrand in das Erdreich einsickerte. Der 32-jährige Belgier verletzte sich bei dem Unfall leicht und wurde von einem Rettungswagen vorsorglich in ein Warburger Krankenhaus gebracht. Der Gesamtschaden an dieser zweiten Unfallstelle beläuft sich nach Schätzung der Beamten auf knapp 250 000 Euro. Die Autobahn 44 musste an der Unfallstelle aufgrund der Bergungsarbeiten bis 12.30 Uhr voll gesperrt, der Verkehr über die Umleitungsstrecken U 71 und U 73 geleitet werden. Bis etwa 16 Uhr war die Unfallstelle nur halbseitig befahrbar.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare