Wanderausstellung ist bis zum 18. August im Arolser Residenzschloss zu sehen

30 starken Frauen aus Waldeck-Frankenberg ein Denkmal gesetzt

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Zwei Quotenmänner bei der Ausstellungseröffnung im Schloss: von links Erster Stadtrat Helmut Hausmann, Kreisbeigeordnete Hannelore Behle, Ruth Piro-Klein (Museum), Hartmut Wecker, Kreisbeigeordnete Hannelore Eckhardt, Dr. Birgit Kümmel, Kreistagsvorsitzende Iris Ruhwedel und die Gleichstellungsbeauftragte Beate Friedrich. 

Bad Arolsen. Dritte Station der Wanderausstellung über „Starke Frauen im Landkreis Waldeck-Frankenberg“ sind die Ausstellungsräume des Museums Bad Arolsen im Residenzschloss.

Die Ausstellung ist ein Gemeinschaftswerk der fünf großen Museumshäuser in Landkreis, angeregt durch die Gleichstellungsbeauftragte im Kreishaus, Beate Friedrich.

Im Gedenken an die Einführung des Frauenwahlrechts im Jahr 1919 soll aufgezeigt werden, dass es in den vergangenen 500 Jahren viele starke Frauen auf dem Territorium des heutigen Landkreises gegeben hat.

Ältestes Beispiel ist Anna von Viermund, die im 16. Jahrhundert nach dem Tod ihres Vaters 25 Jahre um ihr Erbe, das Rittergut Nordenbeck, kämpfen musste. Sie stiftete eine Kapelle und ein Armenhaus und ist als selbstbewusste Frau in einem Epitaph verewigt. 

Als weitere starke Frauen aus dem Waldecker Land werden Königin Emma der Niederlande und Fürstin Bathildis in der Ausstellung gewürdigt, außerdem die Diakonisse Emile Engemann, die als Mitarbeiterin im Bathildisheim dafür sorgte, dass die von ihr betreuten behinderten Kinder von dem Euthanasie-Programm verschont blieben.

Unter den 30 Frauen, die beispielhaft in der Ausstellung benannt und vorgestellt werden, sind auch die aus Schmillinghausen stammende Schriftstellerin Christine Brückner und die Korbacher Journalistin und Tochter des früheren WLZ-Verlegers Hermann Bing, Dr. Ursula Wolkers. 

Allen 30 starken Frauen haben gemeinsam, dass sie mit den zu ihrer Zeit geltenden Konventionen gebrochen haben und mutig ihren Weg gegangen sind, wie Dr. Hartmut Wecker, der Kulturbeauftragte des Landkreises, als einer der wenigen Männer bei der Ausstellungseröffnung feststellte.

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