Hommage an Freddie Mercury

300 Musikfans begeistert von Queen Mania in Bad Arolsen

Zum Verwechseln ähnlich: in der Fürstlichen Reitbahn ließen „Queen Mania“ um Frontmann Sonny Ensabella die Band Queen mit Freddie Mercury wiederauferstehen.
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Zum Verwechseln ähnlich: in der Fürstlichen Reitbahn ließen „Queen Mania“ um Frontmann Sonny Ensabella die Band Queen mit Freddie Mercury wiederauferstehen.

Erstklassige Musik und eine ausgefeilt Bühnenshow begeistert 300 Besucher der Queen Mania-Hommage an Freddie Mercury in Bad Arolsen.

Bad Arolsen – In Vor-Corona-Zeiten wähnte sich, wer die Fürstliche Reitbahn betrat. Fröhliche Pulks von Menschen ballten sich vor und in der Eingangshalle, während die Stühle so dicht gestellt waren, dass nicht wenige ihrem Nebenmann unfreiwillig auf die Pelle rückten. Wen da angesichts von geschätzten 300 Besuchern ein mulmiges Gefühl beschlich, wurde zumindest mit erstklassiger Musik und einer Bühnenshow abgelenkt, die in der Veranstaltungsbranche ihresgleichen suchen dürfte.

Keine Wünsche offengeblieben

Seit Jahren tourt die italienische Truppe „Queen Mania“ um Frontmann Sonny Ensabella durch die Lande, um die legendären Briten auf- und hochleben zu lassen. Das machen die Profis so perfekt, dass keine Wünsche offen bleiben.

Die weit ausholenden Gesten und zackigen Bewegungen Freddie Mercurys hat Sänger Sonny ebenso drauf wie Stimmlage und –timbre des vor bald 30 Jahren verstorbenen Queen-Frontmanns. Nicht minder professionell und authentisch war die Musik, darunter eine hinreißende Akustikgitarren-Einlage Tiziano Giampieris in „Love of my Life“, das brummelnde Basssolo in „Another one bites the Dust“, Drumsoli und natürlich die unvermeidliche Interaktion mit dem Publikum.

Kombination mit Videos und Live-Material

Die trieb Frontmann Sonny zunächst zum verzweifelten Kopfschütteln und kam ein anderes Mal von der Leinwand, wenn der seinerzeit in Wembley gefilmte Freddie Mercury eine freche Anmoderation vom Stapel ließ.

Posiert und singt wie Freddie Mercury: Sonny Ensabella als Frontmann von Queen Mania.

Gelungen fiel die Kombination von Videos und Live-Material der Original-Queen aus, vor denen Queen Mania ihre eigene Show abzogen. Die großen Hymnen wie „Bohemian Rhapsody“ brauchte es gar nicht mal, um die beeindruckende Stimmkraft des Frontmanns zu beweisen.

Sopranistin begeistert Publikum

In der Fürstlichen Reitbahn ließen „Queen Mania“ um Frontmann Sonny Ensabella die Band Queen mit Freddie Mercury wiederauferstehen. Sopranistin Sylvie Gallant begeisterte in „Who wants to live forever“ und „Barcelona“.

Kleine Schwächen machten die Bandkollegen locker mit ihrem Spiel wett, ließen es etwa in „Innuendo“ richtig krachen und holten sich Verstärkung mit Sopranistin Sylvie Gallant, die in „Who wants to live forever“ und „Barcelona“ begeisterte. Im Repertoire kamen auch unbekanntere Stücke wie „Death on two Legs“ oder „Dragon Attack“ zum Zug. Die Hitmedleys wiederum waren originell zusammengestellt, ohne anbiedernd zu wirken.

Sonny Ensabella ließ als Freddie Mercury mit der italienischen Queen Mania Rockgeschichte wiederaufleben..

Alles in allem ein traumhafter Abend für alle Rockfans. Umso ärgerlicher, dass der Hinweis auf die Maskenpflicht im Saal von zahlreichen Besuchern komplett ignoriert wurde. So suchten einzelne Gäste vorzeitig das Weite aus einem wirklich hörenswerten Konzert. (Sandra Simshäuser)

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