Chorkonzert in Külte begeistert Publikum

Ein Abend voller Glanzpunkte

Volkmarsen-Külte - Schon das Programm klang vielversprechend: Flotte Stücke, Sänger aller Generationen und dazu die Akkordeonmusiker der Diemelspatzen. Und tatsächlich bedankten sich die Besucher beim Chorabend in Külte am Ende mit stehenden Ovationen.

Vielleicht war es das ungewöhnliche Zusammenspiel der Gruppen oder der Mut zu modernen und anspruchsvollen Stücken, vielleicht auch der Charme der jüngsten Sänger oder die Mühe, die sich der Chor mit der Dekoration gegeben hatte. Am Ende eines ungewöhnlichen Konzertabends in Külte wollten die rund 300 Zuhörer die Musiker gar nicht mehr gehen lassen. Hinter ihnen lagen da schon mehr als zwei Stunden voller musikalischer Glanzlichter. Dabei hatte das Konzert des gemischten Chores aus Külte eher verhalten, mit leisen Tönen begonnen: Mit einem Spiritual hatte die stattliche Chormannschaft das große Publikum begrüßt. Doch dann zogen die Sänger unter Leitung von Klaus-Peter Faring das Tempo hat. Kalle Löbel sorgte für Unterstützung am Schlagzeug, Bernhard Knieling für die Klavierbegleitung. Ob der „Mann im Mond“ oder „Can’t help falling in love“: Die Stücke hatten es in sich. Doch Faring dirigierte seine Mannschaft sicher durch alle Untiefen. Gelungene Musikauswahl Dass sich der Chor keine Sorgen um den Nachwuchs machen muss, bewiesen dann die Külter Kinder – und beinahe stahlen sie den Großen die Show. Witzig, charmant, stimmlich überraschend reif und vor allem mutig präsentierten sich die Kinder unter der engagierten Leitung von Henrike Loesdau. Sie hatten keine Angst vor ihrem ersten Solo und erzählten gut gelaunt Geschichten von Waschbär und Papagei. Das Publikum dankte es ihnen mit begeistertem Applaus. Gleich mehrstimmig zeigten dann auch die jungen Mädchen des Jugendchores ihr Talent – wieder unter der patenten Leitung von Henrike Loesdau. Das Publikum staunte erst und jubelte dann. Mit dem Auftritt der Diemelspatzen, erst unter Leitung von Hans C. Petersen, dann von Sebastian Schmidt, sorgte für einen Paukenschlag am Ende der ersten Halbzeit. Vor allem die Filmmelodie vom „Fluch der Karibik“ begeisterte die Zuhörer – fehlerlos, ungemein schnell und vor allem kraftvoll überzeugten die Akkordeonspieler. In der zweiten Halbzeit schlossen die Diemelspatzen nahtlos daran an, bevor der gemischte Chor wieder das Kommando auf der Bühne übernahm. Dankbar honorierte das Publikum die Gesangsqualität und die Auswahl der Stücke. Nach dem „König der Löwen“, den die Sänger samt Schauspieleinlage absolvierten, stand „Das Wasser von Külte“ – nein, nicht von Kölle – auf dem Programm und entpuppte sich als fröhlicher Glanzpunkt des Chorauftritts.Am Ende eines beeindruckenden Konzerts standen die Sänger aller Ensembles Hand in Hand auf der Bühne und sangen „Heal­ the world“ – ein berührender und würdiger Abschluss. Dann begann der Jubelsturm. (resa)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare